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Wenn uns die ersten Sonnenstrahlen küssen

Mai 13, 2020

Valerie Jarolim BSc., Kräuterpädagogin

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und die Sonne wird intensiver. Es zieht uns magisch nach draußen, um die ersten Sonnenstrahlen zu genießen. Aber gerade im Frühling ist unsere Haut die Sonne noch nicht gewöhnt und muss sich erst langsam umstellen. Ein guter Sonnenschutz und viel Zeit im Schatten sind natürlich immer das Um und Auf, um die Haut gesund zu erhalten. 

Hat man es aber doch einmal übersehen und die Haut spannt, ist rot und fühlt sich heiß an, ist rasche Hilfe gefragt. Mit diesen Tipps und Rezepten kannst du die Haut wieder „runterkühlen“ und sie bei der Regeneration unterstützen. Und vielleicht machst du auch gleich ein bisschen mehr davon oder speicherst dir den Beitrag, der Sommer naht ja in Riesenschritten. 

Mit den folgenden Rezepten wirst du sehen, dass selbstgemachte Naturkosmetik nicht kompliziert sein muss und auch mit wenigen natürlichen, biologischen Zutaten auskommt! Ein nährender Kokosöl-Lavendel-Balsam, ein erfrischendes und regenerierendes Bodyöl und ein kühlendes Erfrischungsspray namens „Bodysplash Minze“ sind im Nu zuhause selbst zusammengestellt. 

 

Kokosöl-Lavendel-Balsam – After Sun Care aus dem Tiegel

Wenn sich die Haut nach einem ausgiebigen Sonnenbad nach Pflege sehnt, ist dieser selbst gerührte und kühlende Balsam mit dem hautberuhigenden Lavendel genau das Richtige! Das Beste daran? Der Balsam kann auf mehrere Weisen abgewandelt werden. 

 

Die Basis: Kokosöl 

Die Grundlage dieses Rezepts bildet natives Bio-Kokosöl, das man am besten aus Fairtrade-Handel bezieht. Es ist auch in guter Qualität im Supermarkt erhältlich und in der Küche ein beliebtes Öl bzw. Fett, das aber auch ganz wunderbar für hautpflegende Naturkosmetik verwendet werden kann. Seine Eigenschaft, bei Zimmertemperaturen bis 25° C fest zu sein, kann man sich wunderbar zunutze machen, da es dadurch – solange es nicht zu warm wird – von sich aus eine salben- bzw. balsamartige Konsistenz aufweist. 

Ein klassischer Balsam wird normalerweise aus einem flüssigen Pflanzenöl und einem Konsistenzgeber hergestellt, der für die balsam- bzw. salbenartige Festigkeit sorgt. Beim Kokosöl kann man diesen Konsistenzgeber weglassen, was es zu einem tollen Rohstoff für ganz besonders einfache Rezepturen macht.

Was das Kokosöl sonst noch kann  

Kokosöl erzeugt ein weiches Hautgefühl und wirkt kühlend. Das kann man sich im Sommer wunderbar zunutze machen und ist der Grund, weshalb Kokosöl ideal für die After-Sun-Pflege geeignet ist. Weiters ist es hautstraffend, beruhigend und juckreizlindernd. 

Kokosöl enthält einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, wie zum Beispiel Laurinsäure. Diese Fettsäure ist in der Lage, schädliche Bakterien und Pilze im Wachstum zu hemmen. In Deo- und Zahnpasta-Rezepturen wählt man es daher gerne und auch wegen seiner schweiß- und mundgeruchhemmenden („desodorierenden“) Wirkung. 

Es wird als Pflegeöl weiters bei sehr trockener, rissiger, spröder, neurodermitischer und reifer Haut und zur Haar- und Nagelpflege verwendet. Ich verwende es pur gerne als Make-Up-Entferner.  

Neben Kokosöl sind es noch weitere Zutaten, die der Haut nach dem Sonnenbaden oder gar bei Sonnenbrand helfen, sich zu regenerieren. Hier kommen nun ätherische Öle ins Spiel. 

Was sind ätherische Öle? 

Ätherische Öle sind pflanzliche Duftstoffe, die in kleinen Öldrüsen in verschiedenen Pflanzenteilen wie Blättern oder Blüten enthalten sind und für das Pflanzenleben eine große Rolle spielen. Sie dienen der Anlockung von Insekten, als Schutz vor Krankheiten und Fraßfeinden. 

Aus den Pflanzen werden ätherische Öle meist mittels Wasserdampfdestillation gewonnen. Sie gelten als die pure Essenz der Pflanzen und werden zur Beduftung und Wirkungserweiterung gerne für Naturkosmetik verwendet. 

Um eine sichere Handhabung zu garantieren, sollte immer folgendes beachtet werden:  

Ätherische Öle … 

… sollten am besten in Bioqualität gekauft werden und die Kennzeichnung 100 % naturrein beachtet werden

… können Hautreizungen und Allergien verursachen 

… sind nicht wasserlöslich, leicht flüchtig und entflammbar

… dürfen bis auf wenige Ausnahmen nicht bei Säuglingen und Kleinkindern angewendet werden 

… dürfen in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei älteren Personen, Asthma, Epilepsie, Bluthochdruck, Allergien und Hauterkrankungen nur mit größter Sorgfalt und am besten in ärztlicher Absprache verwendet werden 

… bitte immer verschlossen, kindersicher und fern von Haustieren aufbewahren (ätherische Öle sind z. B. für Katzen toxisch)

… bitte niemals in die Augen reiben und nicht auf Schleimhäute auftragen 

… dunkel lagern und innerhalb weniger Monate aufbrauchen  

… in Glasgefäßen lagern, da sie Plastik angreifen können 

Tipp: Es kann ein Verträglichkeitstest gemacht werden. Dazu werden 1-3 Tropfen des jeweiligen ätherischen Öls mit 1 TL Pflanzenöl wie Sonnenblumenöl verdünnt und am Ellenbogen aufgetragen. Kommt es zu Juckreiz, Rötungen oder gar Schwellungen etc., darf es nicht weiter verwendet werden.  

Beruhigt nicht nur das Gemüt, sondern auch die Haut – ätherisches Lavendelöl (Lavandula angustifolia)

Kaum eine Pflanze kann uns bei Stress, Nervosität etc. so viel Gutes tun wie Lavendel. Ob als Tee oder das ätherische Öl abends vorm Zubettgehen in der Duftlampe: Lavendel holt uns runter und beruhigt. Aber eben nicht nur unser Gemüt, sondern auch die Haut. 

Man kann sagen, dass das ätherische Lavendelöl eines der besten Allrounder-Öle bei Hautreizungen aller Art ist. Es wird hergestellt aus Lavendelblüten und ist das ätherische Öl mit dem wahrscheinlich größten und bisher bekanntesten Wirkungsspektrum und deswegen klarerweise eines der wichtigsten und beliebtesten Öle in der Aromapflege. 

Es ist allgemein sehr gut verträglich und enthält viel Ester, einen Stoff, der entzündungshemmend, antibakteriell, durchblutungsfördernd, leicht kühlend und beruhigend wirken kann. Für die Haut nach dem Sonnenbaden und bei Sonnenbrand besonders interessant ist die leicht schmerzlindernde und zellregenerierende Wirkung, welche Lavendelöl zu einem Wundheiler macht. Es nimmt den Schmerz und lindert Sonnenbrand sowie leichte Verbrennungen und ist damit eines der besten ätherischen Öle zur After-Sun-Pflege. 

Lavendelöl ist aber nicht gleich Lavendelöl! Es wird unterschieden zwischen Lavendel fein, Lavendel extra, Lavandin, Speiklavendel- und Schopflavendelöl. Für Naturkosmetik empfehle ich Lavendel fein, wobei es sich um die kultivierte Form handelt, oder Lavendel extra, welcher der wilde und intensive, sehr wirkungsvolle Berglavendel ist und in 1400 m Höhe gesammelt wird. 

Das hautschmeichelnde Lavendelöl kann für viele naturkosmetische Produkte verwendet werden – von Kopf bis Fuß. Es wird in der Haar- und Kopfhautpflege ebenso gerne empfohlen wie bei Hautunreinheiten oder Narben. 

Bei den Varianten für den Kokosöl-Lavendel-Balsam hat man nun folgende Möglichkeiten: 

Variante 1: Kokosöl mit ätherischem Lavendelöl 

Variante 2: Kokosöl im Heißauszug mit getrockneten Lavendelblüten plus ätherischem Lavendelöl 

Variante 3: Kokosöl, Sheabutter und ätherisches Lavendelöl 

Variante 1: Kokosöl mit ätherischem Lavendelöl 

Diese einfachste Variante ist wirklich für jeden machbar. 

Zutaten für einen kleinen Tiegel 

5 gestrichene EL Kokosöl 

3 Tropfen ätherisches Lavendelöl 

Arbeitsgeräte und Zubehör

Löffel 

Tiegel zum Abfüllen 

Etikett 

Dauer 

2 Minuten  

Zubereitung 

Kokosöl in den Tiegel füllen, ätherisches Lavendelöl unterrühren und mit Inhalt und Datum beschriften.  

Tipp: Ist das Kokosöl fest, was bei niedrigen Umgebungstemperaturen sein kann, lässt man es kurz im warmen Wasserbad aufwärmen, bis es streichfähig wird. Oft reicht es auch aus, den Tiegel kurz zwischen den Händen zu halten. Durch die Körperwärme lässt es sich schon nach wenigen Minuten gut durchrühren. 

Anwendung 

Den Kokosöl-Lavendel-Balsam verwendet man am besten nach der Dusche und massiert ihn sanft in die noch feuchte Haut. Durch die Feuchtigkeit auf der Haut kann das Öl besser einziehen. 

Haltbarkeit und Lagerung 

Dunkel und bei Zimmertemperatur gelagert ist der Kokosöl-Lavendel-Balsam mindestens sechs Monate haltbar. Bei Temperaturen über 25° C wird Kokosöl und damit der Balsam flüssig. Man kann den Balsam dann auch im Kühlschrank lagern. 

Variante 2: Kokosöl mit Lavendel-Heißauszug plus ätherischem Lavendelöl 

In diesem Fall stellt man einen Heißauszug aus Lavendelblüten her. Dadurch werden die fettlöslichen Inhaltsstoffe der Lavendelblüten gelöst und gehen in das jeweilige Öl, in unserem Fall Kokosöl, über. Früher und auch zum Teil noch heute wurden oder werden anstelle der pflanzlichen Öle Schmalz oder Butter verwendet. Bei vielen Ölauszügen handelt es sich um volksmedizinische und altbewährte Zubereitungen. 

Zutaten für einen kleinen Tiegel 

5 gestrichene EL Kokosöl 

2 gehäufte EL getrocknete Lavendelblüten 

3 Tropfen ätherisches Lavendelöl 

Arbeitsgeräte und Zubehör 

Mörser 

Topf fürs Wasserbad 

hitzefestes Gefäß (Becher- oder Marmeladeglas, Schüssel)

Löffel

Tuch, Kaffee- oder Teefilter

Flasche/Messbecher 

Etikett 

Dauer 

mindestens 30 Minuten bis zu mehrere Stunden 

Zubereitung Lavendel-Heißauszug

Lavendelblüten im Mörser zerkleinern und mit dem Kokosöl in ein hitzefestes Gefäß füllen. Ins warme Wasserbad stellen und das Ganze mindestens 30 Minuten bis zu mehrere Stunden ziehen lassen und immer wieder umrühren. Das Wasserbad sollte dabei keinesfalls kochen. 

Nach der Ziehzeit wird das Ganze durch ein Tuch/einen Filter in eine Flasche/Messbecher abgeseiht, um die Lavendelblüten aufzufangen und nicht mit in den Tiegel zu füllen. Den Lavendel-Heißauszug füllt man dann in den Tiegel und lässt ihn etwas abkühlen, bevor abschließend das ätherische Lavendelöl eingerührt wird. Dann wird der Tiegel mit dem Kokosöl-Lavendel-Balsam nur noch beschriftet und verschlossen. 

Haltbarkeit und Lagerung siehe oben. 

Tipp: Auf diese Weise kann auch eine einfache Ringelblumensalbe ohne weiteren Konsistenzgeber sowie eine Schafgarben- oder Gänseblümchensalbe hergestellt werden. Die Kräuter lässt man einfach, wie oben beschrieben, im Öl ziehen, seiht dann ab und lässt den „Balsam“ erkalten. Die Schafgarben-Salbe ist eine altbewährte Rezeptur bei Sonnenbrand.

Variante 3: Kokosöl, Sheabutter und ätherisches Lavendelöl

Mit der Sheabutter bringt man einen weiteren Hautschmeichler ins Spiel. Sie sorgt außerdem auch für eine stabilere Konsistenz – auch bei höheren Temperaturen.

Sheabutter enthält viel Ölsäure, Vitamin E, Provitamin A und Allantoin und wird aus den Nüssen des Karitébaumes hergestellt. Sie gilt als sehr mildes und besonders hautpflegendes Pflanzenfett und ist bestens als pflanzlicher Konsistenzgeber geeignet. 

Durch den hohen Gehalt an gesättigten Fettsäuren stärkt Sheabutter die Hautbarriere, fördert gleichzeitig die Elastizität der Haut und wirkt feuchtigkeitsbewahrend. Man greift gerne zur Sheabutter als Basis für feste Pflegeprodukte wie Bodybars, festes Haarshampoo, aber auch für Balsams und Lippenpflege. Zubereitungen mit Sheabutter sollten nach dem Wasserbad immer kurz im Tiefkühler abgekühlt werden. Sie fällt sonst im Produkt aus und wird bröselig. 

 

Zutaten für einen kleinen Tiegel 

5 gestrichene EL Kokosöl 

5 gestrichene EL Sheabutter  

3 Tropfen ätherisches Lavendelöl 

 

Arbeitsgeräte und Zubehör  

Topf fürs Wasserbad 

hitzefestes Gefäß (Becher oder Marmeladeglas, Schüssel)

Löffel

Tiegel  

Etikett 

 

Dauer 

15 Minuten 

 

Zubereitung 

Kokosöl und Sheabutter in ein hitzefestes Gefäß füllen und im warmen Wasserbad sanft schmelzen lassen. Das Wasserbad sollte dabei keinesfalls kochen. Das flüssige Gemisch wird dann in den Tiegel gefüllt und muss etwas abkühlen, bevor das ätherische Öl eingerührt wird. Dann wird der Tiegel mit dem Kokosöl-Lavendel-Balsam noch beschriftet, verschlossen und im Tiefkühlfach oder Kühlschrank für mindestens 30 Minuten ausgehärtet. 

Haltbarkeit und Lagerung siehe oben. 

 

Tipp: 

Natürlich kann man auch bei dieser Variante einen Heißauszug mit Lavendelblüten machen. Dazu lässt man Lavendelblüten wie bereits beschrieben in dem Gemisch aus Kokosöl und Sheabutter im heißen Wasserbad ziehen. 

 

Regenerierendes Bodyöl

Die Aufnahme ätherischer Öle über die Haut wird übrigens seit jeher genutzt. In Kombination mit pflegenden Pflanzenölen gelangen die Wirkstoffe auch relativ schnell in den Blutkreislauf und streicheln Haut und Sinne. 

Sonnenbrand und sonnengeküsste Haut freuen sich ganz besonders über ein regenerierendes Bodyöl mit Jojobaöl und erfrischenden sowie hautberuhigenden ätherischen Ölen. Wichtig dabei ist, das Bodyöl in feuchte Haut einzumassieren. 

 

Jojobaöl

Für selbstgemachte Bodyöle empfiehlt sich das wertvolle und hautregenerierende Jojobaöl. Es wird hergestellt aus den Nüssen des Jojobastrauchs und ist sehr lange haltbar. Jojobaöl enthält einen hohen Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren wie Ölsäure und zieht sehr schnell und tief in die Haut ein. Dabei hinterlässt es einen samtigen, jedoch keinen fettigen Glanz. 

Es ist eines der bestverträglichen Hautpflegeöle und für alle Hauttypen gut geeignet. Der leicht nussige Eigenduft ist im Gegensatz zu den meisten kaltgepressten Ölen sehr dezent. Als After-Sun-Öl wird es gerne gewählt, da es wundheilend und regenerierend wirkt und auch seine straffende, festigende Wirkung wird im Sommer geschätzt. 

Mit seiner ausgezeichneten Tiefenwirkung reguliert es den Feuchtigkeitsgehalt der Haut und stabilisiert ihn. Auch das ist bei einem Sonnenbrand wesentlich. 

Ätherisches Pfefferminzöl (Mentha piperita)

Für den Coolness-Kick im Bodyöl sorgt ätherisches Pfefferminzöl. Es wird aus Pfefferminzblättern gewonnen und bereits der Duft ist frisch, kühl und klar. Und so wirkt es auch auf der Haut – kühlend, erfrischend, belebend und anregend. Zur After-Sun-Pflege eignet es sich damit also perfekt. 

Auch bei Akne, unreiner Haut und nach dem Sport wird es empfohlen. Zum Einsatz kommt es auch in selbstgemachter Zahnpasta und Mundwasser. Es darf keinesfalls für Kinder oder in der Schwangerschaft verwendet werden. 

 

Zutaten für ein 100 ml Fläschchen regenerierendes Bodyöl 

100 ml Jojobaöl 

3 Tropfen ätherisches Lavendelöl 

2 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl 

 

Arbeitsgeräte und Zubehör

Flasche zum Einfüllen

Etikett 

 

Dauer 

2 Minuten  

 

Zubereitung 

Jojobaöl in Flasche füllen, ätherische Öle dazu tropfen und Flasche gut schütteln. Mit Inhalt und Datum beschriften und fertig. 

 

Anwendung 

Das regenerierende Bodyöl wird nach der Dusche sanft in die noch feuchte Haut einmassiert. Durch die Feuchtigkeit auf der Haut kann das Öl besser einziehen. 

 

Haltbarkeit und Lagerung 

Das regenerierendes Bodyöl ist dunkel und bei Zimmertemperatur gelagert etwa sechs Monate haltbar. 

 

Cool – kühler – Bodysplash Minze 

Abkühlung gefällig? An heißen Frühlings- oder Sommertagen geht das am besten mit einem Sprung ins kühle Nass. Liegen Badeteich und Meer gerade nicht vor der Haustür, sorgt der Griff zum „Bodysplash Minze“ Erfrischungsspray für die nötige Coolness. Er hinterlässt ein angenehm kühles Gefühl auf der Haut, erfrischt und belebt, wenn das Thermometer rot sieht. 

 

Die ideale Basis für Bodysplash (= Körpersprays) sind Hydrolate. Sie entstehen bei der Wasserdampfdestillation ätherischer Öle und sind sehr vielfältig für selbstgemachte Naturkosmetikprodukte einsetzbar. Auch als aromatisierte Pflanzenwasser bezeichnet, enthalten Hydrolate in kleinen Spuren auch ätherische Öle, welche für Duft und Wirkung mitverantwortlich sind. 

Ansonsten enthalten Hydrolate die wasserlöslichen Bestandteile der jeweiligen Pflanze und sind gekennzeichnet durch einen sanften Duft. Ihre hautpflegenden und heilenden Eigenschaften kann man sich immer dann zunutze machen, wenn es in einer Zubereitung einer Wasserphase bedarf (Cremenrühren, Schüttellotionen, Seifen). Es gibt viele verschiedene Hydrolate, welche sich für Naturkosmetik eignen. Eines der beliebtesten ist dabei sicher auch das Rosenhydrolat.

Unübertroffen in Sachen Coolness ist das Pfefferminzhydrolat. Es wirkt kühlend und macht munter. Optional ergänzt werden kann das Spray noch mit dem hautberuhigenden Lavendelhydrolat. Ich liebe das Spray und sprühe es an warmen Tagen, beim Sonnenbaden oder auch beim Wandern regelmäßig auf Arme, Beine und Nacken. 

 

Pfefferminzhydrolat

Die mentholhaltige Minze und das daraus hergestellte Pfefferminzhydrolat sind die Nummer eins, wenn es um Abkühlung geht. Es erregt die Nervenenden, welche für unsere Kälteempfindung verantwortlich sind, und erfrischt uns deswegen ganz prima an heißen Tagen. Das Pfefferminzhydrolat hilft als Spray gegen schwere Beine, wirkt abschwellend und kühlt die Haut. 

Es kann auch bei fettiger und unreiner Haut pur als Gesichtswasser, als Spülung bei fettigen Haaren und Kopfschuppen und als Mundwasser verwendet werden.  

 

Lavendelhydrolat 

Aus den wunderbar duftenden, blauen Lavendelblüten wird nicht nur das feine und sehr beliebte ätherische Lavendelöl hergestellt, sondern auch ein Hydrolat. Es wirkt hautberuhigend, kühlend und lindernd bei Sonnenbrand und Juckreiz und erfrischt auf sanfte Weise. 

Das Lavendelhydrolat ist für jeden Hauttyp geeignet. Es wird nicht nur bei Sonnenbrand, sondern auch zur Wundheilung bei leichten Verbrennungen empfohlen. Seine entzündungshemmende und leicht antibakterielle Wirkung kommt der Haut zugute und klärt sie bei Unreinheiten. Auch als After-Shave nach der Rasur beruhigt es irritierte Haut und wirkt kleinen Entzündungen entgegen.  

 

Zutaten für eine 100 ml Sprayflasche 

60 ml Pfefferminz Hydrolat  

40 ml Lavendel Hydrolat

 

Arbeitsgeräte und Zubehör

100 ml Sprayflasche 

Trichter 

Etikett 

 

Dauer 

5 Minuten 

 

Zubereitung 

Die Hydrolate mithilfe eines Trichters in die Sprayflasche füllen und schütteln. Mit Inhalt und Datum beschriften – fertig. 

 

Anwendung 

Flasche schütteln und nach Bedarf auf Beine, Arme, Nacken und das Gesicht aufsprühen. 

 

Haltbarkeit und Lagerung 

Das Bodysplash Minze ist bei Zimmertemperatur und dunkel gelagert etwa einen Monat haltbar.

Disclaimer: Rezepte, Anwendungsvorschläge, Inhalte und Angaben wurden nach dem aktuellen Wissensstand der Autorin 
sorgfältig recherchiert und verfasst, erfolgen aber ohne Gewähr. Sie stellen keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit
und/oder Richtigkeit im schulmedizinischen Verständnis.  Es muss betont werden, dass jeder Mensch unterschiedlich auf
die Rezepte reagieren kann. Auch natürliche Zutaten, Stoffe und Rohstoffe wie Pflanzenöle, ätherische Öle, Bienenwachs
etc. können Allergien, Unverträglichkeiten und andere Nebenwirkungen auslösen. Bei Beschwerden ist eine ärztliche
Abklärung unumgänglich. Die Autorin haftet nicht für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den gegebenen
Anregungen resultieren.