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Haare waschen mit Kastanien

Das selbstgemachte Haarshampoo kann mit gekauften Produkten locker mithalten und macht die Haare streichelweich, leicht kämmbar und sorgt für tollen Glanz. Nebenbei ist es umweltschonend, da bei der Herstellung keinerlei Müll anfällt und jährlich Unmengen an Plastikverpackungen eingespart werden können. Die Zubereitung erfolgt anlaog zum Kastanien-Waschmittel.

Anwendung als Shampoo oder Spülung

Das Kastanien-Shampoo wirkt antibakteriell und reinigt ganz natürlich ohne viel Schnick-Schnack. Außerdem beinhaltet die Kastanie Pflanzeninhaltsstoffe die wundheilend und lindernd bei Entzündungen und Juckreiz wirken.

 

Das Kastanien-Shampoo wird einfach in die feuchten Haare einmassiert und dann gründlich ausgespült.

 

Nicht irritieren lassen sollte man sich von der geringeren Schaumkraft des natürlichen Shampoos im Vergleich zu gekauften Produkten. Diesen werden schäumende Zusätze hinzugefügt, was allerdings nicht bedeutet dass sie besser reinigen.

Möchte man die Kastanien-Lösung als Spülung verwenden, massiert man diese einfach vor oder nach der Haarwäsche in die feuchten Haare ein und lässt das Ganze gut einwirken lassen. Man kann, aber muss die Spülung nicht wieder auswaschen.

Pimp my kastanienshampoo

Nach dem Abfiltern hat man viele tolle Möglichkeiten um das Kastanien-Shampoo noch zu verfeinern und den individuellen Bedürfnisse anzupassen.

 

Um für einen tollen Glanz zu sorgen kann der Saft einer halben Zitrone dazu gemischt werden. Durch den hohen Vitamin C Gehalt wirkt die Zitrone nebenbei entfettend. Statt Zitrone kann aber auch Apfelessig verwendet werden. Dieser hat den gleichen Effekt.

 

Auch hat man die Möglichkeit, mit naturreinen ätherischen Ölen, den eigenen Lieblingsduft in das Shampoo zu mischen und die Wirkung zu erweitern:

Ätherisches Rosmarinöl wirkt zum Beispiel durchblutungsfördernd und hilft gegen Haarausfall. Ätherisches Lavendelöl ist sehr hautpflegend und hilft bei trockener und juckender Kopfhaut.

 

Das Kastanien-Shampoo ist in seiner Grundmischung flüssig. Möchte man eine etwas dickere Konsistenz, hat man die Möglichkeit verschiedene Verdickungsmittel wie Speisestärke, Leinsamen, Flohsamenschalen oder Johannisbrotkernmehl zu verwenden. Je nach gewünschter Konsistenz braucht man 2-4 EL davon.

Die Verdickungsmittel werden nach dem Abfiltern zur Kastanien-Lösung eingerührt und das Ganze zum Kochen gebracht. Unter Rühren wird so lange eingekocht bis eine geleeartige, aber noch flüssige, Masse entstanden ist. Falls Leinsamen verwendet wurden, muss erneut durch ein Sieb abgegossen werden.