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Pimp your Grillparty mit Wildkräutern

Ein lauer Abend, liebe Menschen, gutes Essen und coole Drinks. Im Sommer gibt es nichts Schöneres als gemeinsames Grillen im Freien. Wer dabei über den Tellerrand blickt, entdeckt in Garten, Wald und Wiese viele wilde Kräuter, die neben der Gesundheit auch die Sommerküche bereichern. Mit den Schafgarben-Grillspießen, der Wildkräuterbutter und dem erfrischenden „Wiesendudler“ wird aus jeder Grillparty etwas ganz Besonderes!

WIlde Grillspieße

 

Bunte Spieße aller Art sind DER Klassiker und dürfen am Grill nicht fehlen. Wer nicht nur Gemüse & Co. aufspießen, sondern auch gleich den Spieß selbst herstellen möchte, hält am besten Ausschau nach der würzig-aromatischen Schafgarbe. Zu finden ist sie in sonnigen Wiesen und Weiden. Ihr Mix aus ätherischen Ölen, Gerb- und Bitterstoffen macht sie zu einem vielseitig einsetzbaren Würzkraut. Die Schafgarben-Stängel, an deren Spitze viele kleine weiße Blüten sitzen, verhärten im Sommer und können im Handumdrehen als würzige Grillspieße aus der Natur verwendet werden.

 

So geht’s: Die Schafgarbe mitsamt Stängel, Blättern und Blüten ein paar Zentimeter über dem Boden mit der Schere abschneiden. Die filigranen, federförmigen Blätter von oben nach unten abziehen, wobei die Blüten am Stängel bleiben. Mit Öl und Holy Veggie Grillgewürz mariniertes und gewürztes Gemüse, Tofu und Fleisch auf den Schafgarben-Stängel aufspießen und wie gewohnt grillen.

 

Tipp: Aus den Blättern, die für die Spieße vom Stängel entfernt werden, lässt sich im Handumdrehen eine köstliche Wildkräuterbutter zaubern. Hier wird nichts weggeworfen!

 

Wildkräuterbutter zum Dahinschmelzen

 

Eine selbstgemachte Wildkräuterbutter ist das Sahnehäubchen beim Grillen und der ideale Begleiter zu den wilden Schafgarben-Grillspießen. Altbekannte Küchenkräuter wie Oregano und Thymian lassen wir aber links liegen und greifen zu ihren wilden Verwandten. Darf ich vorstellen? Dost und Quendel. Die blühenden Triebspitzen vom Dost liegen geschmacklich zwischen Oregano und Majoran. Und Quendel, auch als „wilder Thymian“ bekannt, lässt sich in der Küche genau wie dieser zubereiten. Beide lieben sonnige Plätzchen und sind den ganzen Sommer hindurch anzutreffen.     

 

So geht’s: 1 Päckchen Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen. 1 gute Handvoll Blätter und Blüten von Schafgarbe, Dost und Quendel klein schneiden, salzen und etwas ziehen lassen. Den Saft einer halben Zitrone darüber gießen und alles, am besten mit einer Gabel, unter die weiche Butter mengen. Abschmecken und fertig! Im Kühlschrank ist die selbstgemachte Wildkräuterbutter etwa 1 Woche haltbar.

 

Tipp: Für die Wildkräuterbutter können auch getrocknete Kräuter verwendet werden, sowie alles was im Garten zu finden ist und schmeckt - Liebstöckel, Rosmarin, Schnittlauch, Giersch, Petersilie und Gundelrebe. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Knoblauch sorgt für zusätzlichen Pepp!

 

WIesendudler für heiße Tage

Im Sommer lieben wir erfrischende Getränke, doch gerade Softdrinks sind als Durstlöscher denkbar ungeeignet. Sie sind wahre Zuckerbomben und enthalten neben künstlichen Geschmacks- und Farbstoffen keinerlei natürliche Vitamine oder Mineralstoffe. Anders beim selbstgemachten Wiesendudler. Durch Wildkräuter, allen voran Giersch und Gundelrebe, wird der Drink zum einmaligen und nebenbei gesunden Geschmackserlebnis.

Giersch und Gundelrebe sind Vielen im Garten als lästige Unkräuter bekannt. Doch für Kräuterfreunde ist Beides aus der Wildkräuterküche schon lange nicht mehr weg zu denken. Giersch ist reich an Kalium, Magnesium und Vitamin C und fördert den basischen Stoffwechsel. Die äußerst würzige Gundelrebe erinnert an Thymian und Minze und ist ein altes und geschätztes Heilkraut. In der Volksmedizin wird sie bei Magenbeschwerden, Blasenerkrankungen und Husten eingesetzt.

 

Und so kommt die Wiese in den Dudler: 

1-2 Händevoll Wildkräuter zu einem Sträußchen binden und etwas andrücken. In ein Gefäß geben, mit 1 Liter Apfelsaft aufgießen und mehrere Stunden ziehen lassen. Danach den Strauß entnehmen und die Pflanzenreste gut ausdrücken. Mit ½ Liter Mineralwasser und den Saft einer Zitrone aufgießen und genießen! Gekühlt und mit Eiswürfeln serviert schmeckt der Wiesendudler am besten.

 

Tipp: Als Hauptgeschmacksträger bilden Giersch und Gundelrebe die Basis des Wiesendudlers. Beide können von Frühling bis Herbst gesammelt werden. Ansonsten lässt sich das Rezept saisonal und nach Lust und Laune abändern. Im Frühling sorgen Holunder, Gänseblümchen und Waldmeister, im Sommer Rotklee, Rose, Lavendel, Minze und Melisse für eine blumige Abwechslung.

 

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit SONNENTOR.