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saisonale Pflanzenbeschreibungen und rezepte für Küche und Gesundheit


 

Mit meinem Blog durch's Kräuterjahr:

Wildes Grün in Suppe und Salat im Frühling.

Blütenpracht im Sommer - nicht nur ein 'Augen'schmaus.

Wildobst im Herbst wohin das Auge reicht und auch im Winter frisches Grün finden.


Voll Fett - Ölauszüge

 

Ölauszüge sind Auszüge von Heilpflanzen in fettem Öl und dienen hauptsächlich der äusserlichen Anwendung in purer Form als Einreibung oder weiterverabeitet zu Salben und Cremen.

Sie beinhalten neben den Wirkstoffen der eingelegten Heilpflanze auch die des jeweiligen Öls.

 

 

Ihre Einsatzgebiete sind unglaublich vielfältig und reichen von der Hautpflege- und krankheiten, über Wunden und Sonnenbrand bis hin zu Knochenbrüchen.

 

Das Öl

Als Fettbasis zum Lösen der Pflanzeninhaltsstoffen kam früher mangels Alternativen Schweineschmalz zum Einsatz. Heute werden meist flüssige Pflanzenöle verwendet.

Ich bevorzuge aufgrund seiner vielfältigen, positiven Eigenschaften für die Haut und seiner langen Haltbarkeit das universell einsetzbare Olivenöl.

 

Es gibt natürlich noch viele weitere in der Küche beliebte wie auch für Auszüge geeigntete Öle wie zum Beispiel Sesam-, Mandel- oder Sonnenblumenöl.

Die Wahl des Öls hängt von den eigenen Vorlieben oder auch ökologischen Überlegungen ab und kann auf die persönlichen Hautbedürfnissen abgestimmt werden.

 

Allgemein sollten hochwertige und kalt gepresste Öle verwendet werden. Nur diese wirken regenierend, wundheilend und 'ernähren' die Haut. Ich lege zusätzlich sehr viel Wert auf Produkte aus ökologischem Anbau und verwende ausschließlich Bio Öle.

 

Die Pflanze

Ölauszüge können aus den verschiedensten Wild- und Heilpflanzen wie z.B. Ringelblume, Gänseblümchen, Johanniskraut und Beinwell hergestellt werden.

 Für Ölauszüge werden nur gewisse Teile der Heilpflanze verwendet, da die heilkräftigen Inhaltsstoffe mal in Blüten, Blättern oder der Wurzeln gespeichert und nicht gleichmäßig über die gesamte Pflanze verteilt sind.

 

Von der Ringelblume werden z.B. nur die Blüten und vom Johanniskraut Blüten und Blätter verwendet.

 

Die verwendeten Pflanzenteile können frisch gepflückt oder getrocknet zu einem Ölauszug verarbeitet werden.

 

Bei frischem Pflanzengut sollte darauf geachtet werden dass dieses vollständig trocken ist. Bei Feuchtigkeit kann das Öl sehr schnell kippen und zu schimmeln beginnen. Es empfiehlt sich Pflanzen nur an regenfreien, idealerweise sonnigen Tagen ab dem späten Vormittag zu sammeln.

 


Herstellung eines Kaltauszuges - Schritt für Schritt:

  • Zu Beginn die Pflanzenteile gut zerkleinern.
  • Anschließend ein verschließbares Glasgefäß (z.B. Marmeladeglas) zu zwei Drittel damit befüllen und dieses dann vollständig mit Öl auffüllen so dass alle Pflanzenteile vollständig bedeckt sind.
  • Gefäß verschließen und gut schütteln.
  • Das Ganze lässt man etwa 4 Wochen an einem warmen/sonnigen Platz stehen und schüttelt gelegentlich.
  • Nach der Ziehzeit das Öl durch ein Tuch oder einen Kaffeefilter abseihen und in eine Flasche umfüllen. Die Pflanzenrückstände sollten gut ausgepresst werden.
  • Nach dem Abseihen kann der Ölauszüge sofort 'pur' als Körperöl bzw. Einreibung bei Beschwerden aufegtragen oder zu Heilsalben und Cremen weiterverarbeitet werden.
  • Kühl und dunkel gelagert sind Ölauszüge 1- 2 Jahre haltbar.

 

Ölauszüge im Sommer - Johanniskraut und Ringelblume

Zurecht sehr beliebt und gängige Pflanzen für Ölauszüge sind  Johanniskraut und Ringelblume.

Beide Pflanzen werden jetzt im Sommer geernet.

Das Johanniskraut wild in Wiesen, Weiden und am Waldrand und die Ringelblume im Garten.

 

 

Der Johanniskrautölauszug wird bei Verbrennungen, Sonnenbrand, Hexenschuss, Nervenschmerzen, Muskelverspannungen und Rheumaschmerzen eingerieben.

Für den Ölauszug werden Blüten und Blätter der frischen Pflanze von den Stängeln gestreift.

 

Das gewonne Johanniskrautöl wird auch 'Rotöl' genannt. Schon beim Zerkleinern der Blüten verfärben sich die Finger und bereits nach einem Tag wird die rubinrote Färbung im Ölauszug sichtbar.

 

 

Die Ringelblume gilt aufgrund ihrer Inhaltstoffe als DAS Wundheilmittel schlecht hin.

Der Ringelblumenölauszug sowie die Salbe wirken wundheilend, desinfizierend und entzündungshemmend.

Sie können bei schlecht heilenden Wunden, Narben, Riss-, Quetsch- und Brandwunden, Hautentzündungen und Schwangerschaftsstreifen aufgetragen werden.


 

Ölauszüge im Frühling und Herbst:

 

Gänseblümchen

Das Gänseblümchen finden wir fast das ganze Jahr. Für Ölauszüge sammle ich am liebsten im Frühling.

Ölauszug und Salbe sind wundheilend und werden bei chronischen Hauterkrankungen, blauen Flecken, Juckreiz und Insektenstichen eingesetzt. Das Gänseblümchen ist in allen Varianten bestens für Kinder geeignet.

 

 

 

Beinwell

Die schleimstoffhaltige Wurzel wird im Herbst oder Frühling gegraben. Ölauszug und Salbe beschleunigen Zellaufbau und Gewebeneubildung und wirken reiz- und schmerzlindernd, abschwellend und durchblutungsfördernd. Einsatzgebiet sind Knochenbrüche, Zerrungen, Prellungen, Blutergüsse und Sehnenscheidenentzündungen.


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Sommerlicher Rotklee Sirup

Nicht nur aus Holunderblüten lässt sich ein köstlicher und erfrischender Sirup zaubern.

 

Gerade im Sommer finden wir viele bunte, duftende Blüten auf Wiesen, Weiden und Feldern. Und viele davon eignen sich, wegen ihres süßen Nektars, zu einem Blüten-Sirup verarbeitet zu werden, wie zum Beispiel der Rotklee.

 

Die schönen Blüten, die viele an die Kindheit erinnern, ergeben einen honigartigen, rosarot leuchtenden Sirup der nicht nur Kindern gut schmeckt.

 

 

Der Rotklee enthält viele Vitamine und Mineralien und kann in der Küche als essbare Dekoration und als Wildgemüse verwendet werden.

Mit seinen hübschen Blütenköpfen, welche aus unzähligen kleinen Einzelblüten bestehen, peppt er jedes Gericht auf. Auch eine Kleeblütencreme mit Topfen und Honig schmeckt himmlisch.

 

 

Als Heilpflanze ist der Rotklee ebenfalls von Bedeutung. Er enthält Isoflavone, welche zu den pflanzlichen Hormonen, den sogenannten Phytoöstrogenen, zählen. Wenn bei Frauen die körpereigene Östrogenproduktion nachlässt, können diese zum Einsatz kommen um unangenehme Wechseljahrbeschwerden auszugleichen.

 

Weiters wirkt der Rotklee entgiftend, harntreibend und wird in der Volksmedizin bei Durchfall und Atemwegserkrankungen eingesetzt.

 

 

Zutaten für den Rotklee Sirup

4-5 Händevoll Rotklee Blüten

 1 Bio-Zitrone

 800g Zucker

 1 Liter Wasser

 

Zubereitung

 Blütenköpfe an einem sonnigen Tag sammeln, waschen und klein schneiden.

 Die Zitronen in Scheiben schneiden und gemeinsam mit den Blüten in eine Schüssel geben.

 Wasser aufkochen und über darüber gießen.

 Das Ganze abdecken und 24h ziehen lassen. 

 Danach abseihen und die Pflanzenreste gut ausdrücken.

Den gewonnenen Saft mit 800g Zucker aufkochen und köcheln lassen bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hast.

 In saubere Flaschen füllen und im Kühlschrank lagern.

 Der Rotklee-Sirup ist etwa 1 Jahr haltbar.

 

 

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt...

 

Auch die Blüten von Lavendel, Schafgarbe und Rose oder die Blätter von Minze, Melisse und sogar Basilikum können zu einem Sirup verarbeitet werden. Probiert es einfach aus!

 

 

 

wilde Spargelzeit!

Es ist Spargelzeit.

Überall bekommt man ihn gerade zu kaufen- ob weiß oder grün, Bio oder konventionell, aus Italien oder Österreich. Spargel ist sehr beliebt, sehr gesund und meist doch recht teuer.

Die wenigsten wissen dass es bei uns ein wildes, heimisches Gewächs gibt dessen Triebspitzen als 'wilder Spargel' verwendet werden können.  Quasi als 'gratis' Alternative zum richtigen Spargel.

Und wer Grünspargel mag wird den 'wilden Spargel' lieben.

 

 

Die Rede ist vom Gewöhnlichen Hopfen (Humulus lupulus).

Er ist der wilde Verwandte unseres Bierhopfens, der an langen Stangen gezogen wird und dessen Zapfen seit dem Reinheitsgebot von 1516 zum Bierbrauen verwendet werden.

 

Der Gewöhnliche Hopfen, streng genommen eine Staude, bevorzugt feuchte Standorte und ist in Auwäldern, an Bach- und Teichufern, in Hecken und Gebüsche auf feuchtem Untergrund zu finden.

Dort windet er sich mit bis zu 6m langen Trieben an Bäumen, Sträuchern und sogar, wie auf der Donauinsel, eindrucksvoll an Schilf empor.

 

Etwas zur Botanik

Der Gewöhnliche Hopfen gehört zu den Hanfgewächsen wie man an den Blättern nur unschwer erkennen kann.

Diese sind 3- 7 lappig, gesägt und handförmig.

 

Er ist 'zweihäusig', was bedeutet dass es männliche und weibliche Pflanzen gibt.

Die weiblichen Pflanzen bilden im Herbst die vorerst grünen und später gelblich- braunen, harzigen Hopfenzapfen, die denen des Bierhopfens ähneln jedoch viel kleiner sind.

Sie enthalten Harze und wirken beruhigend, verdauungsfördernd und phytoöströgen.

 


Was wann sammeln?

Der Gewöhnliche Hopfen wird wegen seiner Verwendung als Spargelersatz auch als 'Hopfenspargel' bezeichnet. Und jetzt im Juni ist er einer meiner absoluten Favouriten unter dem Wildgemüse.

Sammeln kann man die oberen 15cm der Triebspitzen von April bis Juli. Diese sind 0,5- 1cm dünn und sehr kratzig bzw. klebrig (keine Sorge das Kratzige verliert sich bei der Zubereitung).

 

Kulinarik

Der Geschmack erinnert erstaunlich an Grünspargel und die Zubereitung ist sehr einfach und geht ganz schnell: kurz in Öl oder Butter anbraten, salzen, pfeffern und fertig.

 

Die Triebe können auch mit einem Zwirn zu einem Strauß gebunden und kurz in Salzwasser blanchiert werden.

Auch roh können die jungen, knackigen Triebe verspeist werden.

 

Passt wunderbar dazu:

Knoblauch und frische Kräuter wie Salbei, Knoblauchrauke und Minze.


 

Achtung Verwechselungsgefahr

Eine Verwechselungsgefahr besteht mit der giftigen Zaunrübe vor der Blütenentwicklung.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Bildung von Ranken.

Diese fehlen dem Gewöhnlichen Hopfen gänzlich.

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5x Toller Holler

Hollerduft liegt in der Mailuft!!

Am Waldrand, in Gärten und auf Almen leuchten uns aktuell die wunderschönen Blüten des Holunders entgegen und warten darauf von uns entdeckt zu werden.

Heilkundlich genutzt wird Holunder, auch als „Holler“ bekannt, schon seit sehr langer Zeit.

Viele Mythen und Brauchtümer ranken sich um die Heilpflanze. Die Germanen beispielsweise verehrten sie, weil sie als Sitz der Fruchtbarkeitsgöttin Frau Holle galt, die wiederum vor Krankheit und Leid schützen sollte.

Aus diesem Grund wuchs früher bei jedem Bauernhaus ein kräftiger Holunderstrauch als Schutzbaum.

Für Heilzwecke können fast alle Pflanzenteile des Holunders genutzt werden, was ihm auch die Bezeichnung „des Bauern Apotheke“ einbrachte.

 

Er blüht von Mai bis Juli – man hat also genug Zeit, um verschiedene Rezepte auszuprobieren.

 

Die 10-15 cm breiten Holunderblüten setzen sich aus vielen kleinen gelblich-weißen Einzelblüten zusammen und erscheinen im Gesamtbild schirmartig.

Diese Blütenform wird als „Blütendolde“ bezeichnet.

Die Holunderblüten werden am besten an einem trockenen, sonnigen Tag zur Mittagszeit gesammelt.

Wichtig hierbei ist:

Die Blüten sollten vor der Weiterverarbeitung keinesfalls gewaschen werden, denn dabei können Geschmack und Inhaltsstoffe verloren gehen.

 

Meine fünf Lieblings-Rezepte

 

 

1. Der Klassiker: Holunderblütensirup

Den Holunderblütensirup kennt und mag wohl jeder. Die meisten kaufen ihn im Supermarkt, dabei ist die Herstellung keine Hexerei. Zudem enthalten gekaufte Sirupe meist den Konservierungsstoff Zitronensäure.

Zutaten für 5 Liter:

  • 3 l Wasser
  • 2 kg Zucker
  • 6-8 Bio-Zitronen
  • 15-20 Holunderblütendolden

 

Zubereitung:

  1. Wasser und Zucker in einem Topf zum Kochen bringen.
  2. Zitronen in Scheiben schneiden und gemeinsam mit den Blüten in einen weiteren Topf geben.
  3. Anschließend das heiße Zuckerwasser hinzugießen und zugedeckt etwa 3 Tage stehen lassen.
  4. Danach abseihen und den Sirup zur längeren Haltbarkeit noch einmal kurz aufkochen.
  5. In saubere Falschen füllen, kühl und dunkel lagern.

2. Für heisse Tage: Holunderblütenwasser

Die einfachste Möglichkeit das feine Aroma der Holunderblüten zu genießen, ist das Holunderblütenwasser.

Dazu gießt man etwa 1 Liter Wasser auf 2-3 Blütendolden und lässt das Ganze etwas ziehen.

 

Gerade an heißen Sommertagen, wo der Körper viel Wasser braucht, ist das Holunderblütenwasser der ideale Durstlöscher – und zwar ganz ohne Zucker.

3. Immunpower: Holunderblütentee

Die Blüten des Holunders enthalten Flavonoide, Schleimstoffe und ätherische Öle. Dieser Mix an Inhaltsstoffen wirkt schweißtreibend, fiebersenkend und schleimlösend – daher empfiehlt sich das Trinken von Holunderblütentee besonders bei Grippe, Schnupfen und Bronchitis sowie zur Vorbeugung beziehungsweise präventiven Stärkung des Immunsystems.

Zubereitung

2 TL getrocknete oder frische Blüten mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen.

5 Minuten zugedeckt ziehen lassen, danach abseihen und am besten heiß trinken.

 

Wer auch noch im Winter in den Genuss eines solchen Tees kommen möchte, sollte die Blüten trocknen. Hierzu werden die frisch gesammelten Blütendolden ganz einfach nebeneinander an einem schattigen, luftigen Ort aufgelegt (zum Beispiel auf Papier, einem Leintuch oder Gitter) oder zu kleinen Sträußen gebunden und kopfüber aufgehängt. Bei Zimmertemperatur sind die Blüten nach etwa 2 Wochen trocken und können etwas zerkleinert zur Aufbewahrung in Gläser gefüllt werden.

An einem dunklen Ort aufbewahrt sind die getrockneten Holunderblüten rund ein Jahr lang haltbar.

 

4. Blüten in der Küche: Holunderküchlein

Die Holunderblüten werden aufgrund ihres feinen Aromas gern für Süßspeisen aller Art verwendet.

Eine einfache und zugleich sehr köstliche Variante sind in Teig gebackene Blüten – die sogenannten Holunderküchlein.

 

Zutaten für 3-4 Personen:

  • 1 Ei
  • 200 g Mehl
  • 0,5 l Milch
  • 100 g Zucker
  • 20 Holunderblütendolden
  • Butter zum Braten
  • Staubzucker

Zubereitung:

  1. Alle Teigzutaten gut vermengen.
  2. Die Blüten am grünen Stiel halten und in den Teig tunken.
  3. In einer Pfanne mit reichlich Butter herausbraten und vor dem Servieren mit Staubzucker bestreuen.

 

5. Für die Hautpflege: Holunderblütenöl

Aus den Holunderblüten lässt sich ein wunderbares Körperöl herstellen, das bei empfindlicher, rauer und rissiger Haut Abhilfe schafft und sogar bei leichtem Sonnenbrand lindernd wirkt. Dazu lässt man die Blütendolden in kaltgepresstem Mandelöl etwa 2 Wochen ziehen. Für 250 ml Holunderblütenöl braucht man 3-4 Blütendolden. Diese werden vor dem Ansetzen gut zerkleinert und in ein verschließbares Gefäß (zum Beispiel ein sauberes Marmeladeglas) gefüllt und anschließend mit Mandelöl aufgegossen. Nach der Ziehzeit wird das Öl durch ein sauberes Tuch gefiltert und in Flaschen umgefüllt.

Waldmeisterbowle - schmeckt nicht nur Kräuterhexen

 Wer jetzt im Mai aufmerksam durch Buchen- und Mischwälder wandert wird sicher auf ihn aufmerksam- den Waldmeister.

Auch wenn ihn die Augen noch gar nicht wahrnehmen dann bereits die Nase. Denn dort wo der Waldmeister wächst, verströmt er einen herrlichen Duft. Das verrät bereits seine lateinische Bezeichnung: Gallium odoratum, denn „odoratum“ heißt „wohlriechend“ und „duftend“.

 

Cum(mhmm)arin

Verantwortlich für diesen typischen, wohligen Geruch und Geschmack ist das im Waldmeister enthaltene Cumarin, ein Pflanzeninhaltsstoff der auch beim Trocknen von Heu entsteht und daher den meisten bekannt ist.

Genau wegen diesem feinen, mandelartigen Aroma wird der Waldmeister gerne in der Küche zur Aromatisierung von Bowle und Süßspeisen wie Eis und Pudding verwendet.

 

Die Waldmeisterbowle, auch Maibowle genannt, ist ein sehr altes und traditionelles Getränk.

Das erste Rezept dafür lässt sich 854 finden. Ein Benediktinermönch schrieb:

'Schüttle den perlenden Wein auf das Waldmeisterlein'.

 

Waldmeister als Heilpflanze

Vom Wissen um die Anwendung des Waldmeisters als Heilpflanze ist vieles beinahe in Vergessenheit geraten. Dabei leistet er aufgrund des Cumarins gute Dienste bei Durchblutungsstörungen und Venenerkrankungen. Das getrocknete Kraut kann ausserdem wegen des schlaffördernden und beruhigenden Geruchs als Schlaf- und Nerventee und für Kräuterkissen verwendet werden.

 

Erkennungsmerkmale des Waldmeisters

- 10- 30cm hohe Pflanze

- um den kantigen Stängel reihen sich sternförmig auf gleicher Höhe 6- 8 dunkelgrüne Blätter

- die Einzelblätter sind schmal und lanzettlich

- die kleinen vierteiligen weißen Blüten sind zu mehreren an der Triebspitze zu finden

- selten findet man nur eine Pflanze, der Waldmeister mag gerne Gesellschaft und bildet größere Bestände in schattigen Lagen.

 

Waldmeister kann bedenkenlos selber gesammelt werden. Verwechselungen können mit anderen Rötegwächsen, wie dem Labkraut, passieren. Diese sind jedoch alle ungiftig.

 

Rezept für die Waldmeisterbowle

1 kleines Sträußchen Waldmeister

30g Zucker

250ml Wasser

1 Flasche Weißwein (z.B. Riesling)

1 Flasche Sekt

 

Den Waldmeister an einem trockenen Tag, am besten vor der Blüte, sammeln und ein paar Stunden an der Luft anwelken lassen.

Dadurch kann sich das Aroma des geschmacksbestimmenden Cumarins voll entfalten.

Zucker im Wasser auflösen und mit Weißwein vermengen. Dann das Sträußchen ca. 2 Stunden in der Mischung ziehen lassen. Das Sträußchen entnehmen und vor Gebrauch mit Sekt aufgießen.

 

Waldmeisterbowle auch ohne Alkohol

Für eine alkoholfreie Alternative kann man das angewelkte Sträußchen auch einige Stunden in Apfelsaft ziehen lassen. Anschließend Honig oder Ahornsirup unterrühren und mit Mineralwasser aufgießen.

 

Waldwodka

Für den Waldwodka wird einfach ein Sträußchen Waldmeister in 1 Liter Wodka gehängt und nach einer Ziehzeit von 1-2 Tagen wieder entfernt.

Der Waldmeister gibt dem Wodka ein herrliches Aroma!

 

Rezept und Name sind von einer Freundin geliehen :). 

 

Aber Achtung: zuviel Waldmeister kann zu Kopfschmerzen und Übelkeit führen!

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Entspannendes Wohlfühl-Blütenbadesalz zum Muttertag

Zum Muttertag wollen wir unseren Mamas DANKE sagen und sie mit liebevollen Ideen überraschen!

Was gibt es da Schöneres als ein selbstgemachtes Geschenk das von Herzen kommt?!

 

Das Blütenbadesalz ist eine tolle Geschenksidee, sieht wunderhübsch aus und sorgt für enstpannte, hautverwöhnende Wohlfühlmomente.

 

Es besteht aus nur wenigen, natürlichen Zutaten und ist im Handumdrehen selbst hergestellt.

Es eignet sich also auch perfekt für all diejenigen, die mit Geschenken immer etwas spät dran sind.

Die Zutaten

Das Blütenbadesalz besteht aus Salz, getrockneten Blüten von z.B. Rose, Ringelblume, Malve und naturreinen ätherischen Ölen.

Basis des Blütenbadesalz ist grobkörniges Salz.

Wegen seiner schönen hellrosa Farbe verwende ich gerne das ayurvedische Zaubersalz von Sonnentor.

Aber auch grobkörniges Meersalz, Steinsalz, Himalaysalz etc. eignen sich zur Herstellung.

 

Baden in Salzwasser wird aus kosmetischen und therapeutischen Gründen seit langer Zeit praktiziert.

Es fördert die Durchblutung der Haut und wird bei Muskelerkrankungen, Hautproblemen und Erschöpfungszuständen angewendet.

Das Salzwasser festigt das Bindegewebe, alte Hautzellen werden ähnlich wie bei einem Peeling entfernt und die Haut mit Feuchtigkeit und wertvollen Mineralien versorgt.

 

Die Haut wird klar und rein und sieht nach dem Bad rosig-frisch aus.

 

Bei der Wahl der Blüten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Ich verwende gerne die getrockneten Blüten und Blütenknsopen von Rose, Ringelblume und der blauen Malve. Zu kaufen gibt es diese in Apotheken, Reformhäusern und Bio-Supermärkten.

 

Die Blüten der Malve färben, aufgrund ihrer natürlichen Pflanzenfarbstoffe, das Badewannenwasser hellblau und das sorgt für einen tollen Effekt.

In Kombination mit den Rosen und der orange-gelben Ringelblume bekommt man das Gefühl in einem Blütenmeer zu baden!

Was noch fehlt sind die ätherischen Öle. Diese erweitern die Wirkung des Badesalzes und sorgen für einen herrlichen Duft. Ich mische für das Blütenbadesalz am liebsten Lavendel, Palmarosa und Ylang Ylang. Die Mischung aus den dreien wirkt beruhigend, blutdrucksenkend und entspannend.

Und so wird's gemacht:

Für 100g Blütenbadesalz braucht man:

100g grobkörniges Salz

3 TL getrocknete Blüten einzeln oder gesmischt (Rose, Ringelblume, Malve)

10 Tropfen ätherische Öle (z.B. 5 Tropfen Lavendel, 3 Tropen Palmarosa und 2 Topfen Ylang Ylang)

 

Das Salz und die Blüten werden in einer Schüssel gemischt.

Die ätherische Öle tropft man in ein hübsches, verschließbares Gefäß und dreht es dabei so dass alle Seitenwände benetzt sind.

Dann gibt man löffelweise das Salz-Blütengemisch bei und schon ist das Blütenbadesalz fertig!

Das Blütenbadesalz ist ca. 6 Monate haltbar. Für ein Vollbad reichen 4-5 Esslöffel, diese einfach in das einlaufende Wasser geben. Das Blütenbadesalz kann auch als Fußbad verwendet werden.

 

 

 

 

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Superfood aus dem Wald - 'Falsche Kapern' aus Bärlauchblütenknospen

 

Bärlauch, auch als Waldknoblauch bekannt, ist jetzt überall zu finden und bildet große, grüne Teppiche in den Wäldern. Wegen seines knoblauchartigen Geschmacks ist er ein wahrer Tausendsassa in der Küche und tut auch unserer Gesundheit sehr viel Gutes.
Bereits Kräuterpfarrer Künzle wusste 'Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch'.

 

  • Mit seinen schwefelaktiven Substanzen wirkt er gegen eine Vielzahl an Viren und Bakterien, im speziellen auch auf die Bakterienflora des Darms ohne dabei die nützlichen Darmbakterien zu zerstören. Die Verdauung wird gefördert, Magen- und Darmprobleme gelindert.
  • Die enthaltenen Senföle helfen dem Körper beim Entgiften, indem sie die Blut- und Lymphzirkulation und somit den gesamten Stoffwechsel anregen. Giftstoffe werden schneller ausgeschieden und ganz nebenbei Blutdruck sowie Cholesterin gesenkt.
  • Mit seinem hohen Gehalt an Eisen und Vitamin C stärkt der Bärlauch außerdem unsere Abwehrkräfte und hilft bei Erkältungen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass uns der Bärlauch wahre Bärenkräfte schenkt.

In Zeiten der Frühjahrsmüdigkeit können wir das gut brauchen!

 

Um die volle Wirkungsbreite nutzen zu können, ist es am besten den Bärlauch frisch zu verzehren.

Da uns die Blätter nur im Frühling zur Verfügung stehen, werden diese gerne zur Konservierung und um Geschmack und Heilkräfte ins Jahr mitzunehmen zu einem Pesto verarbeitet.

Doch so schnell wie sie kommen sind die Blätter vergilbt und die Bärlauch-Saison vermeintlich auch schon wieder vorbei.

Was die wenigsten wissen ist, dass alle Teile vom Bärlauch heilkräftig sind und gegessen werden können.

 

 

Sehen die Blätter also nicht mehr so knackig und schmackhaft aus, schießen genau im richtigen Moment die geschlossenen Blütenknospen des Bärlauchs für unser leibliches Wohl hervor.

 

Diese sollten, wie alle Teile vom Bärlauch, am besten frisch verzehrt werden- z.B. als köstliche Salat-Zutat zoder ganz einfach pur auf einem Butterbrot.

 

 

Die bis zu drei Zentimeter langen Blütenknospen können aber auch hervorragend haltbar gemacht werden. Und zwar indem sie sauer in Essig und Salz, als 'Falsche Kapern', eingelegt werden.

Wer übrigens, wegen der Verwechselungsgefahr mit hochgiftigen Pflanzen wie Maiglöckchen und Herbstzeitlose, Angst hat Bärlauch selber zu sammeln, der sollte warten bis sich die Blütenknospen zeigen. In diesem Stadium kann der Bärlauch kaum mehr verwechselt werden.

 

 

Zutaten für die 'Falschen Kapern':

  • 1 HV noch geschlossene Blütenknospen vom Bärlauch
  • 200ml Apfel- oder Weißweinessig
  • 1 TL Salz
  • Gewürze und Kräuter wie Pfeffer und Wacholderbeeren nach Belieben

Zubereitung:

Ein verschließbares Glas mit den Blütenknospen anfüllen.

Essig mit Salz und Gewürzen in einem Topf erhitzen und über die Blütenknospen gießen.

Das Glas fest verschließen und einige Tage ziehen lassen.

Danach können die 'Falschen Kapern' verzehrt werden.

Kühl und dunkel gelagert etwa 1 Jahr haltbar.


Tipp:

Das Rezept gelingt genau so gut mit geschlossenen Gänseblümchen- oder Löwenzahnblütenknospen.

 

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Neunkräutersuppe oder die wilde Gründonnerstagssuppe

Morgen ist Gründonnerstag und jede*r denkt an Spinat mit Spiegelei.

 

Der Brauch grünes Gemüse an diesem Tag zu verzehren ist eine uralte vom Christentum übernommene Tradition bei der Wildkräuter gesammelt und in Form der 'Neunkräutersuppe' verzehrt wurden.

Das erste frische Grün des Jahres galt schon immer als besonders heilkräftig und man erhoffte sich durch den Verzehr Gesundheit für das ganze Jahr.

 

Die Zusammensetzung variierte dabei von Region zu Region.

Doch sollten es 9 verschiede Wildkräuter wie Bärlauch, Brennnessel, Gundelrebe, Spitzwegerich, Gänseblümchen, Scharbockskraut, Giersch, Vogelmiere oder Löwenzahn sein.

Eine sehr schmackhafte, gesunde und sehr schnell gezauberte Alternative für den grünen Donnerstag!

 

Zutaten für 2 Personen

 

3-5 Händevoll Wildkräuter (einzeln oder gemischt)

kleines Stück Butter oder etwas Öl

1 Zwiebel

2 Kartoffeln

750ml Wasser oder Gemüsebrühe

50ml Obers

Salz, Pfeffer

nach Belieben etwas geriebene Muskatnuss und Parmesan

 

Zubereitung

Die Zwiebel klein schneiden und in Butter oder Öl glasig dünsten.

Kartoffeln schälen, würfelig schneiden und kurz mitbraten.

Das Ganze mit Wasser oder Brühe aufgießen, salzen und etwa 10 Minuten kochen lassen bis die Kartoffeln weich sind.

Die Wildkräuter grob schneiden und einige Minuten mitkochen lassen.

Das Obers dazugießen und nach Belieben mit Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Danach das Ganze gut pürieren.

Mit Parmesan bestreuen und mit Blüten dekorieren.

 

 

 

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Erste kulinarische Genüsse - das Frühlings Wildkräuterpesto

Herrlich, wie viele Wildkräuter bereits zu finden sind!

Bei meinem letzten Spaziergang konnte ich schon Blätter von Bärlauch, Löwenzahn, Giersch, Schafgarbe, Vogelmiere, Taubnessel, Scharbockskraut und Brennessel sammeln.

 

 

Wildkräuter enthalten oft ein Mehrfaches an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen wie Vitamine, Mineralien und Antioxidantien als Kulturgemüse aus dem Supermarkt.

Um die vielfältigen und äußerst gesunden Inhaltsstoffe der Wildkräuter zu erhalten sollten diese möglichst schonend verarbeitet und am besten roh verzehrt werden.

Leider hat man meist nicht jeden Tag die Möglichkeit frische Wildkräuter zu sammeln und im Kühlschrank sind die gesammelten Kräuter nicht länger als einen Tag haltbar.

 

Eine einfache und sehr leckere Methode frische Wildkräuter zu konservieren, ohne sie dabei erhitzen zu müssen, ist das Wildkräuterpesto. Es ist sehr schnell gemacht und man braucht für die einfachste Variante nur wenige Zutaten wie Olivenöl, Salz und Pfeffer.

Die Wildkräuter können einzeln verwendet aber auch nach Lust, Laune und Geschmack gemischt werden. Sehr gut geeignet sind natürlich aromatische Wildkräuter wie Bärlauch, Giersch, Knoblauchrauke, Brunnenkresse und Sauerampfer. Bärlauch und Knoblauchrauke schmecken wie Knoblauch, Giersch -als Verwandter von Petersilie und Karotte- schmeckt ein bisschen wie eine Mischung aus beiden, Brunnenkresse und Sauerampfer schmecken kresseartig.

 

Das Wildkräuterpesto passt hervorragend zu Nudeln, Gnocchi, Gemüsegerichten und in Aufstriche. Als Vegetarierin kann ich es nicht beurteilen aber ich vermute dass das Wildkräuterpesto auch ausgezeichnet zu gebratenem Fleisch passt :)

Also gutes Sammeln und Mahlzeit!

 

Das Rezept mit genauer Anleitung findet ihr hier.

 

 

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An Tagen wie diesen...

 

Grau in grau. Kalt und trüb. Keine Sonne. So gestaltet sich das Wetter gefühlt seit Monaten.

Das kann bekanntlich auf die Stimmung drücken.

Wie ihr ganz schnell etwas Sommer, Sonne und Unbeschwertheit mit ätherischen Ölen in euer Leben bringen könnt möchte ich euch heute nicht vorenthalten.

 

Bereits Hippokrates, vor über 2000 Jahren, wusste um die wohltuenden Eigenschaften der ätherische Öle Bescheid und sagte:

'Um Gesundheit zu erlangen, braucht man jeden Tag ein aromatisches Bad und eine Duftmassage.'

 

Er hatte wohl Recht.

Das Tolle an ätherischen Ölen ist, dass es fast für jede Stimmung, egal ob Stress, schlechte Laune oder Traurigkeit, das passende Öl gibt.

Sie können uns dabei unterstützen die Welt etwas anders zu sehen.

Und je nach Ausgangsstimmung können verschiedenste ätherische Öle für ein Bad oder eine Massage verwendet werden.

Wichtig ist allerdings beim Kauf darauf zu achten 100% naturreine ätherische Öle zu kaufen, denn nur diese werden aus Pflanzen gewonnen.

Naturidente und Parfumöle werden synthetisch im Labor hergestellt.

 

An Tagen wie diesen, an denen wir uns nach Sonne und Wärme sehnen, können uns ätherische Öle aus Zitrone, Orange und Grapefruit helfen. Hauptsache etwas zitrusartiges.

Diese ätherischen Ölen sorgen für eine gute Stimmung und vertreiben den Winter-Blues.

Sie wirken stimmungsaufhellend, erheiternd, machen munter und können die Konzetration fördern.

Um nun diese Wirkungen zu erzielen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Drei ganz einfache und schnell nachzumachende möchte ich euch vorstellen.

 

 

In drei Schritten zu Sommer und Sonne im Gemüt...nach Hippokrates ;)

1. Am einfachsten ist die Anwendung ätherischer Öle in Duftlampen.

Dazu werden maximal 10 Tropfen des Öles in etwas Wasser verdünnt. Die Zitrus-Aromen verteilen sich schnell im Raum und gelangen über die Atemluft in den Körper.

 

2. Eine weitere Möglichkeit ist das Bad mit ätherischen Ölen. Da diese aber nicht wasserlöslich sind müssen sie zuerst mit einem Emulgator vermischt werden. Als Emulgator eignen sich Pflanzenöle wie Oliven- oder Mandelöl (dient auch gleichzeitig als Hautpflege!) aber auch Milch, Obers, Salz oder Heilerde können verwendet werden.

So geht's:

In 2EL Emulgator werden dann maximal 10 Tropfen des ätherischen Öls verdünnt und ins Badewannenwasser gemischt. Durch das Bad gelangen die Öle über Haut und Atemluft in den Körper und entfalten dort ihre Wirkung.

 

3. Die dritte Anwendungsmöglichkeit ist die Duftmassage mit ätherischen Ölen. Als Basisöle können Pflanzenöle wie Oliven-, Mandel- und Jojobaöl verwendet werden. Auf 100ml Basisöl kommen etwa 15-20 Tropfen des ätherischen Öls. Allerdings braucht man zur Massage einen Partner :).

 

Alle drei Varianten sind schnell und einfach in den Alltag zu integrieren und danach ist es fast unmöglich noch schlechte Stimmung zu haben.

Also viel Spaß damit!

 

 

 

 

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Wildkräutersalz

Das Wildkräutersalz ist eine herrlich einfache und sehr schmackhafte Möglichkeit Wildkräuter in die tägliche Ernährung zu integrieren.

Es verfeinert nach Belieben jedes Gericht.

 

Zusätzlich ist das Wildkräutersalz ein sinn- und liebevolles, schnell gezaubertes 'Last-Minute' Geschenk!

 

Der Fantasie sind bei der Herstellung und der Wahl der Kräuter keine Grenzen gesetzt.

 

Es können nach Lust und Laune fast alle Garten-, Küchen- und natürlich Wildkräuter verwendet werden.

 

Ich verwende vor allem gerne Wildkräuter wie Löwenzahn, Brennnessel, Schafgarbe, Beifuß, Gänseblümchen etc. die ich bereits im Frühling und Sommer selber gesammelt und getrocknet habe.

 

Denn gerade diese als 'Unkraut' bekannten Pflanzen besitzen oft ein Vielfaches an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen und entfalten ganz spezifische Wirkungen.

Sie können stoffwechsel- und verdauungsanregend, schleimlösend, immunsystemstärkend, antioxidativ und entblähend wirken.

 

 

Ich achte darauf eine Kombination aus den diversen Wirkungen zu erhalten und mische gerne die verschiedensten Wildkräuter.

 

Bei fetthaltigen Speisen, Hülsenfrüchten oder auch bei viel rohem Gemüse ist es wichtig die Verdauung zu unterstützen. Deshalb kommen immer verdauungsfördernde Wildkräuter wie Beifuß und Schafgarbe in mein Wildkräutersalz.

 

Brennnessel und Gänseblümchen besitzen sehr viel Vitamin C und stärken so das Immunsystem.

Die Brennnessel ist außerdem bekannt durch ihre entgiftenden Eigenschaften. Besonders als Tee wirkt sie wassertreibend und entschlackend.

 

Geschmacklich runde ich das Wildkräutersalz gerne mit bekannten Küchenkräutern wie Petersilie, Thymian und Liebstöckel ab. Auch Knoblauchgranulat passt hervorragend in das Wildkräutersalz.

 

Wer mit Wildkräutern noch nicht so vertraut ist und keinen Vorrat hat muss nicht verzagen denn es gibt mittlerweile viele Wildkräuter in Biosupermärkten und Apotheken zu kaufen.

 

 

Zutaten

50g feines Salz (Meersalz, Himalayasalz, Ursalz,...)

5 EL (Wild-)Kräuter

 

z.B.:

1 EL Brennnessel Blätter

1 EL Gänseblümchen Blüten

1 EL Beifuß Blüten und Blätter

1 EL Petersilie

1 EL Thymian

 

Zubereitung

Zu Beginn werden die (Wild-) Kräuter zerkleinert.

Große Pflanzenteile zerreibt man zuerst am besten etwas zwischen den Fingern:

 

 

Danach werden die (Wild-) Kräuter so lange im Mörser gestampft bis ein feines Pulver entsteht:

 

 

Das entstandene Pflanzenpulver wird nun durch ein feines Sieb (um größere Pflanzenteile aufzufangen) dem Salz beigemengt:

 

 

Sollten noch viele große Pflanzenteile im Sieb zurück bleiben kann der Vorgang so oft wie nötig wiederholt werden.

Danach wird alles gut vermischt und in ein verschließbares Glas umgefüllt.

Das Wildkräutersalz ist etwa 12 Monate haltbar.

 

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Brennnessel Samen

Brennnessel Tee und Spinat sind schon längst

'in aller Munde'. 

 

Völlig zurecht, denn mit einem 6x höheren Vitamin C Gehalt als Zitronen, hohen Mengen an Eisen und vielen weiteren Vitaminen sowie Mineralien zählt die Brennnessel zu den heimischen Superfoods.

 

Bereits seit Jahrhunderten wird sie bei zahlreichen Beschwerden wie Blasen- und Prostataerkrankungen, Verdauungsstörungen, Eisenmangel und zur Entgiftung eingesetzt.

Nebenbei schmeckt sie als Wildgemüse egal ob in Form von Brennnesselspinat-, suppe oder pesto auch noch köstlich. 

 

Ob die Brennnessel nun in der Küche oder als Heilmittel verwendet wird, meist ist die Rede von ihren Blättern und jungen Triebspitzen.


Und obwohl die Brennnessel wie bereits erwähnt 'in aller Munder ist' wird ihren Samen meist nicht sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt. Das sollten wir ändern denn gerade in den unscheinbaren Samen steckt die geballte Ladung Brennnessel- Power.

Warum diese als Kraftpakete unschlagbar sind wird schnell klar:

Brennnessel Samen enthalten viele wichtige Vitamine wie Vitamin A, B,C und E, Mineralien wie Kalium, Eisen und Kalzium, Kieselsäure, wertvolle ungesättigte Fettsäuren und viele weitere gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe.

Durch ihren hohen Eiweißgehalt gelten sie zusätzlich als pflanzliche Proteinquelle.


Einsatzgebiete der Brennnessel Samen

Früher wurden die Samen als Kräftigungsmittel verabreicht und auch heute noch gelten sie als stärkend bei allgemeiner Müdigkeit und Leistungsschwäche.

Pferdehändler gaben ihren Pferden die Samen zum Fressen um deren Temperament und Vitalität zu steigern, ihr Fell schön glänzen zu lassen und um sie folglich besser verkaufen zu können.

Die Anwendung rund um's Haar wurde von den Menschen kopiert denn auch auf unseren Köpfen sorgen die Samen für dichtes, glänzendes Haar und werden gerne bei Haarausfall eingesetzt.

 

Neben ihrer allgemein stärkenden Eigenschaften dienten die Samen früher als Fruchtbarkeitsmittel und der sexuellen Anregung. Der Dichter Ovid nannte sie bereits vor 2.000 Jahren wohl nicht zu Unrecht "das beste Aphrodisiakum der Welt".

Weiters gelten bei den Samen die gleichen Einsatzgebiete wie für das Brennnessel Kraut (Blasenerkrankungen, Eisenmangel, etc.).

 

Die stärkenden Eigenschaften der Brennnessel Samen kann man sich leicht zu Nutze machen indem man sie regelmäßig in den Speiseplan integriert.

 

 

Sammeln und verarbeiten

Brennnesseln zu finden ist ja keine große Kunst und wer bereits ein 'Platzerl' zum Brennnessel sammeln hat kann jetzt im Sommer und bis spät in den Herbst hinein die reich tragenden Brennnesseln abernten.

Am einfachsten sind die grünlich, weißen Samen zu ernten indem man sie mit einer Schere abschneidet und dann von den feinen Stängeln abrebelt. Sie können sofort nach dem Sammeln roh gegessen aber auch zur Konservierung ca. 1 Woche an der Luft getrocknet werden.

 

Mit ihrem nussigen Geschmack passen sie hervorragend in Müslis, Suppen, Smoothies und Salate. Sie können aber auch einfach über jede beliebige Mahlzeit gestreut werden.

 

Tipp

Da die Samen im Hals leicht kratzen empfiehlt es sich diese direkt vor dem Verzehr in einem Mörser zu zerstoßen.

 

 

 

 

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QUendel und Dost

Noch nie gehört?

Wer beim Wandern den Kopf nicht nur Richtung Gipfel streckt sondern auch die Pflanzenwelt am Wegrand beobachtet ist beiden sicher schon oft begegnet.

Es handelt sich um die heimischen Wildformen von Thymian und Oregano.

 

Quendel, die wilde Form des Thymian, und Dost, der wilde Oregano, sind weit verbreitet und bis in eine Höhe von etwa 2000 m anzutreffen. Sie können genau so, wie ihre verwandten Kulturformen, für Gesundheit und Küche verwendet werden. Vor allem geschmacklich stehen sie ihnen in nichts nach.
Ihr größter Vorteil: sie wachsen wild und gratis quasi vor unserer Haustüre.

 

 

Pflanzenbeschreibung

Quendel (Thymus pulegioides), der wilde Thymian, ist ein niedriger Zwergstrauch mit blassvioletten, dichten zylindrischen Blütenköpfchen.

Der Stängel ist vierkantig, die Blätter eiförmig.

Zu finden ist Quendel auf mageren Weiden und warmen Böschungen wo er gerne dichte Polster bildet.

 

 

 

Dost (Origanum vulgare), der wilde Oregano, ist eine bis zu 60 cm hohe Staude. Der rundliche, oft rötlich überlaufene Stängel verzweigt sich im oberen Drittel. Dort entspringen die dichten, purpurnen Blüten.Dost wächst an sonnigen Hecken- und Waldrändern, in Wiesen, trockenen Hängen und Kahlschlägen.
Beide Pflanzen können bedenkenlos selber gesammelt werden. Eine Verwechselungsgefahr mit Giftpflanzen besteht nicht.


 

Küche

Schon beim Zerreiben der Blätter werden die aromatischen und appetitanregenden Duftstoffe, die sogenannten ätherischen Öle, frei. Sofort hat man den letzten Urlaub im Süden und sommerliche Gerichte vor Augen.

Geschmacklich ist Quendel dem Echten Thymian sehr ähnlich und kann gleichermaßen verwendet werden. Der Geschmack des Dosts lässt sich als eine Mischung aus Oregano, Majoran und einer milden Minze beschreiben.
Beide Wildkräuter verfeinern als Gewürz jedes mediterrane Gericht, Tomatensaucen, Salatdressings und gegrilltes Gemüse. Die verholzten, harten Stängel vom Dost können als aromatische Grillspieße verwendet werden. Für die Verarbeitung in der Küche sowie für Heilzwecke werden Blüten und Blätter verwendet, frisch gepflückt oder getrocknet.

 

Heilwirkung

Quendel und Dost enthalten hohe Mengen an ätherischen Ölen wie Thymol.

Diese ätherischen Öle sind für den herrlichen Geschmack aber auch für deren Heilwirkung zuständig. Sie wirken antiseptisch, desinfizierend und antibakteriell. Beide Pflanzen werden daher seit langer Zeit in der Volksmedizin, v.a. bei Erkältungskrankheiten, eingesetzt. Früher wurde Quendel sogar als 'Antibiotika der armen Leute' bezeichnet.

 

 

Quendeltee stärkt aufgrund seiner keimhemmenden Inhaltsstoffe die Abwehrkräfte, hilft bei Erkältungen und lindert dank krampflösender Eigenschaften lästigen Hustenreiz.

Dost hat als Heilpflanze drei große Anwendungsgebiete:

1.    Dosttee wirkt verdauungsfördernd nach schweren Mahlzeiten und lindernd bei Magen-
Darmbeschwerden mit Blähungen, Krämpfen und Durchfall.
2.    Er wirkt desinfizierend bei Atemwegserkrankungen mit Schnupfen und Husten.

3.    Ausserdem gilt er seit langem als wichtiges Frauenheilmittel und kommt u.a. bei
Gebärmutterleiden, schmerzhafter und unregelmäßiger Periode zum Einsatz.

 

Heil- und Gewürzkräuter trocknen
Wie alle Sommerkräuter sind Quendel und Dost einfach zu trocknen und können so für spätere Verwendungen wie Teezubereitungen etc. aufbewahrt werden. In der Küche erinnern ihre Aromen an trüben Wintertagen an Sommer und Sonne. Wie Heil- und Wildkräuter richtig getrocknet werden findet ihr weiter unten im Blog.

 

 

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Die Farben des Sommers einfangen!

Der Sommer eignet sich besonders um heilkräftige Planzen zu sammeln und zu verarbeiten.

 

Um deren Heilkräfte nicht nur jetzt in der warmen Jahreszeit, sondern über einen längeren Zeitraum, nützen zu können werden Wild- und Heilpflanzen auf verschiedenste Weise konserviert.

 

Die einfachste Form der Konservierung ist die Trocknung. Während die Pflanze trocknet gibt sie Feuchtigkeit ab und Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen wird der Nährboden entzogen. Fäulnis und Schimmel werden verhindert und die Blüten und Blätter so länger haltbar gemacht. Später dienen sie als Basis für  Tees, Ölauszüge, Tinkturen und Gewürze. 

 


 Pflanzen trocknen kann jedeR, es gilt nur ein paar Dinge zu beachten.

 

 

Allgemeines zum Trocknen von Wild- und Heilpflanzen

  • Für eine anschließende Trocknung werden Wild- und Heilpflanzen nur an sonnigen und warmen Tagen gesammelt. Alle Pflanzenteile sollten absolut trocken sein. Am besten sammelt man am späten Vormittag nachdem der Morgentau verdunstet ist. Manche Inhaltsstoffe, wie die ätherischen Öle, entwickeln sich erst richtig bei Sonnenschein. Diese pflanzlichen Duftstoffe sind für eine Reihe an Heilwirkungen zuständig und es wäre schade um sie. Vielleicht habt ihr auch schon mal bemerkt dass Blüten von z.B. Rosen und Lavendel nach längerem Regen nicht so gut duften wie bei Sonnenschein. Deshalb wird an regnerischen Tagen für Heilzwecke nicht gesammelt und auch nach einer längeren Regenperiode sollte damit ein paar Tage gewartet werden.
  • Um Wirkstoffverluste zu vermeiden werden die Pflanzenteile weder vor noch nach dem Trocknen zerkleinert.
  • Die optimale Trocknung findet an einem luftigen, schattigen und warmen Platz statt. Direktes Sonnenlicht sollte vermieden werden. Geeignet sind Dachböden und Scheunen. Aber keine Sorge, mit der richtigen 'Technik' an einem gut ausgewählten Platz klappt's auch in einer normalen Wohnung.
  • Die Trocknung ist nach 7- 14 Tagen abgeschlossen. Pflanzenteile wie Blüten und Blätter lassen sich leicht brechen und rascheln zwischen den Fingern.

 Da die wirksamkeitsbestimmenden  Inhaltsstoffe nicht gleichermaßen über die ganze Pflanze verteilt sind werden mal Blüten, mal Blätter und manchmal auch das ganze Kraut gesammelt.

Wie getrocknet wird hängt von den jeweiligen Pflanzenteilen ab.

 

Blüten und Blätter trocknen

 

Möchte man nur gewisse Pflanzenteile wie Blätter oder Blüten trocknen, legt man diese nebeneinander an der Luft auf. 

Dazu eignen sich Gerätschaften wie Gitter, Siebe und spezielle Kräutertrockengestelle welche sicher stellen dass an alle Seiten Luft kommt.

 

 

Aber auch ohne spezielle Vorrichtungen funktioniert die Trocknung:

Blüten oder Blätter werden einfach nebeneinander auf einem Leintuch oder Papier aufgelegt.

Wichtig ist dass die Pflanzenteile nicht übereinander gelegt und immer wieder gewendet werden.


 

Getrocknete, farbenfrohe Blüten hübschen jeden selbst zusammengestellten Kräutertee auf.

So einfach kann man mit diesen Farbtupfern die gute Laune des Sommers in den Winter mitnehmen.

Hier ein paar weitere Anregungen:

Ganzes Kraut trocknen

 

 Möchte man das 'Ganze Kraut', also den oberirdischen Trieb mit Stängel, Blättern und Blüten, trocknen bindet man die Zweigenden zu einem Strauß zusammen und hängt diese mit den Zweigspitzen nach unten auf.


 Richtiges Lagern der getrockneten Pflanzen

 

Neben der schonenden Trocknung ist auch die richtige Lagerung entscheidend für Wirksamkeit und Qualität.

Zum Schutz vor Feuchtigkeit und Sonne werden die getrockneten Pflanzen in einem verschließbaren Gefäß dunkel gelagert. Entweder man verwendet lichtundurchlässiges Braunglas oder alte, saubere Marmeladegläser welche in einen Schrank gestellt werden.

 

Wichtig ist alle Gläser mit Inhalt und Datum zu versehen. Gerade wenn mehrere, verschiedene Pflanzen aufbewahrt werden kann das zu einem regelrechten Chaos im Schrank führen.

 

Getrocknete Pflanzen sollten innerhalb eines Jahres, also bis zur nächsten Sammelsaison, verbraucht werden.

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Wilder Wiesendudler statt Almdudler

Im Sommer lieben wir erfrischende Getränke, doch gerade Softdrinks sind als Durstlöscher denkbar ungeeignet.

Sie sind wahre Zuckerbomben und enthalten neben künstlichen Geschmacks- und Farbstoffen meist keinerlei Vitamine oder Mineralstoffe.

 

Anders beim selbst gemachten Wiesendudler.

 

Wer ihn einmal probiert hat wird über die geschmackliche Ähnlichkeit zum Almdudler überrascht sein. Auch Kinder werden ihn lieben.

 

Der Wiesendudler braucht nicht viele Zutaten, ist schnell gemacht und durch die Beigabe von Wildkräutern tun wir damit auch unserer Gesundheit etwas Gutes.

 

 

 

 


Hauptgeschmacksträger des Wiesendudlers sind Giersch (Foto rechts oben) und Gundelrebe (Foto rechts unten).

Beide Wildkräuter finden wir vor unserer Haustüre.

Sie sind vielen als lästiges Unkraut bekannt, aber für Kräuterfreunde aufgrund ihres aromatischen Geschmacks aus der Wildkräuterküche schon lange nicht mehr weg zu denken.


Giersch ist reich an Kalium, Magnesium, Calcium und Vitamin C.

Gundelrebe enthält ätherische Öle und Vitamin C. In der Volksmedizin wird sie zum Anregen der Verdauung und bei Erkältungen eingesetzt.


Zutaten für 1,5 Liter:

1 Liter Apfelsaft

1⁄2 Liter Mineralwasser

1 Bio-Zitrone
1 Handvoll Gierschblätter

2 Triebe der Gundelrebe (Blätter und/oder Blüten) 1 Handvoll Blätter und Blüten von z.B. Schafgarbe, Löwenzahn, Gänseblümchen, Holunder, Spitzwegerich, Wiesensalbei, Rotklee, ...

Zubereitung:

Giersch, Gundelrebe und die restlichen Wildkräuter mit einem Nudelholz oder der Hand etwas quetschen. Danach in ein Gefäß geben und mit Apfelsaft aufgießen.

Das Ganze einige Stunden, am besten über Nacht, ziehen lassen. Nach der Ziehzeit in einen Krug abseihen und die Pflanzenreste gut ausdrücken. Mit Mineralwasser und dem Saft der Zitrone aufgießen. Schon ist der Wiesendudler fertig. Wer ihn gekühlt genießen möchte sollte den Wiesendudler im Kühlschrank lagern.

 


Schafgarbe, Löwenzahn, Gänseblümchen, Spitzwegerich, Wiesensalbei und Rotklee können je nach Saison den Wiesendudler verfeinern:

 

Das Rezept kann beliebig abgeändert werden, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auch Gartenpflanzen und Küchenkräuter wie Minze, Melisse, Lavendel, Rose und Ringelblume sind im Wiesendudler willkommen.

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Natürlicher Zecken- und Sonnenschutz mit Pflanzenölen

In der Küche finden Pflanzenöle wie Oliven-, Kokos- oder Sesamöl täglich Verwendung.

Ein Blick über den Tellerrand lohnt sich denn, was die wenigsten wissen, pflanzliche Öle stehen uns auch zur Zeckenabwehr und als leichte Sonnenschutzmittel zur Verfügung.

 

Kokosöl und die Zecken

Sobald die Temperaturen im Frühjahr steigen, lauern die lästigen Zecken in Wiese und Wald.

Die sicherste Maßnahme um sich vor möglichen übertragbaren Krankheiten wie FSME und Borreliose zu schützen ist Zeckenbisse zu verhindern. Dafür gibt es im Handel viele verschiedene chemische Zeckenschutzmittel. Studien zeigen jedoch dass die versprochene Wirksamkeit längst nicht in jedem Fall gegeben ist. Dagegen schon lange bewährt hat sich das Kokosöl.


Es ist ein wahrer Naturschatz für Küche, Haut und Haar und lässt sich aufgrund der Zecken abwehrenden Laurinsäure wirkungsvoll gegen diese einsetzen.

Mit Kokosöl behandelte Körperpartien werden, wie Studien zeigen konnten, tunlichst von den blutsaugenden Spinnentieren gemieden.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Zeckenschutzmittel ist das Kokosöl frei von chemisch- synthetischen Zusatzstoffen und kann daher bedenkenlos auch für Kleinkinder und Haustiere verwendet werden.

 

Anwendung

Die Anwendung ist einfach und schnell: einen Klecks Kokosöl in den Handflächen verreiben und gefährdete Körperpartien wie Beine und Arme regelmäßig damit einreiben. Bei Hunden und Katzen verteilt man ein wenig Kokosöl im Fell.

 

Kokosöl und die Sonne
Durch das Einreiben des duftenden Kokosöls wird zusätzlich einen weiterer Effekt erreicht. Naturbelassene Pflanzenöle besitzen natürliche UV-Filter und können als leichte, chemiefreie Sonnenschutzmittel mit LSF 3-4 verwendet werden. Sie eignen sich für bereits vorgebräunte Haut, dunklere Hauttypen und das Sonnenbaden im Schatten.
Ein höherer Schutzfaktor kann ohne chemische Filter oder Nanopartikel, beides findet man in herkömmlichen Sonnenschutzmitteln, nicht erreicht werden. Diese Stoffe können die Haut belasten, Reizungen und Allergien hervorrufen. Bei der Wahl der Pflanzenöle als Sonnenschutz sollte, aufgrund des niedrigen Schutzfaktors, die pralle Mittagssonne sowie stundenlanges Sonnenbaden gemieden werden.

 

Kaltgepresster Luxus für die Haut
Wie für die Ernährung ist es auch für die Körperpflege ratsam kaltgepresste, native Öle aus biologischen Anbau zu verwenden. Diese sind frei von Pestizid-Rückständen und enthalten alle wirksamkeitsbestimmenden Pflanzeninhaltsstoffe wie ungesättigte Fettsäuren, Antioxidantien, Vitamine und Mineralien.
Aufgrund dieser wertvollen Inhaltsstoffe sind Pflanzenöle pure Pflege für die Haut und wirken zusätzlich feuchtigkeitsspendend, regenerierend, straffend und schenken ein frisches Aussehen.

 

Sesamöl
Neben Kokosöl ist Sesamöl eines der wirkungsvollsten Pflanzenöle mit natürlichem UV-Filter. Es ist reich an Carotin, erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen und macht die Haut geschmeidig.

Olivenöl
Ein weiteres Speiseöl mit leichtem Sonnenschutz ist Olivenöl. Das Fruchtöl, welches aus Oliven gewonnen wird, wird seit Jahrhunderten wegen seiner heilenden Eigenschaften geschätzt.

Jojobaöl

Jojobaöl findet in der Küche keine Anwendung, dient aber aufgrund seines natürlichen Lichtschutzfaktors oft als Basisöl für Sonnenöle. Weiters wirkt es entzündungshemmend und beugt Faltenbildung vor.


Natürliches Karotten-Sonnenöl mit LSF 4

 

Karotten enthalten hohe Mengen an Carotin.

Dieserr gelb- orange Pflanzenfarbstoff erhöht geringfügig die Eigenschutzzeit der Haut und wirkt bräunungsunterstützend.

Das Karotten-Sonnenöl sollte vor dem Aufenthalt in der Sonnen gleichmäßig auf die Haut aufgetragen werden.

 

Für 150ml werden benötigt:
•    Eine kleine Karotte

•    50ml Sesamöl

•    50ml Olivenöl

•    30ml Kokosöl
•    20ml Jojobaöl


Herstellung:

Eine kleine Karotte (ca. 20-30g) mit einer Küchenreibe fein hobeln und die Hobel in ein sauberes, verschließbares Marmeladeglas füllen.

Das Glas mit 50ml Sesamöl und 50ml Olivenöl aufgießen, verschließen und gut schütteln.

3 Wochen bei Zimmertemperatur ziehen lassen und immer wieder schütteln.

Danach durch ein Baumwolltuch oder einen Kaffee- oder Teefilter abseihen und das Karottenöl in eine Flasche umfüllen.

Kokosöl im Wasserbad schmelzen lassen und ebenfalls in die Flasche zum Karottenöl füllen.

Abschließend Jojobaöl beimengen und gut schütteln.

Kühl und dunkel gelagert ist das Sonnenöl etwa 6 Monate haltbar.

 

 

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In einem Land vor unserer Zeit ... oder 'der Ackerschachtelhalm'

...ja auch damals, zur Zeit der Dinosaurier vor etwa 300 Millionen Jahren, gab es bereits Schachtelhalmgewächse.

Erdgeschichtlich betrachtet gehören sie demnach zu den ältesten Pflanzen unserer Erde.

Anders als heute bildeten die damals meterhohen Schachtelhalme ganze Wälder.

Auch wenn sie nicht mehr die Größe wie damals erreichen haben sie bis heute überdauert. Im Aussehen und ihrer besonderen Art der Fortpflanzung hat sich in dieser langen Zeit nicht viel verändert.

 

 

Schachtelhalme entwickelten sich lange bevor es Blütenpflanzen und Insekten, die für deren Bestäubung und Fortbestand sorgen, gab.

Schachtelhalme vermehren sich durch Sporen welche auf den Sporenträgern gebildet werden.

Eine Blüte wird man vergeblich suchen. Sowie Blätter, denn auch diese bildet diese reduzierte Pflanzenfamilie nicht aus. Ihre Arten möchten wohl mit dem Nötigsten auskommen und bestehen daher aus reinem Stängelwerk mit Hauptrtieb und Seitenästen.

 

Ackerschachtelhalm richtig erkennen

Es gibt bei uns mehrere Schachtelhalmarten die in ihrer Erscheinung sehr ähnlich sind.

Einige Vertreter, wie der Sumpf-, Wald- und Wiesenschachtelhalm, sind giftig und deshalb ein richtiges Erkennen des heilkräftgien Ackerschachtelhalms wichtig. 

 

Der Ackerschachtelhalm bildet zeitig im Frühjahr einen bräunlichen Sporentrieb (Foto rechts) welcher nach der Reife abstirbt. Erst einige Wochen später bilden sich die ungeschlechtlichen, grünen Trieben.

Bei den giftigen Arten befindet sich der bräunliche Sporentrieb nicht seperat sondern an der grünen Treibspitze.

 

Eines der wichtigsten Erkennungsmerkmale des Ackerschachtelhalms: an seiner Spitze hat er ein grünes 'Krönchen' mit Seitenästen.


Wer auf die Erkennungsmerkmale achtet kann den Ackerschachtelhalm bedenkenlos selber sammeln um ihn zu trocknen oder frisch als Tee zu verarbeiten.

Dazu werden die grünen Triebe kurz über dem Boden abgeschnitten. Die beste Sammelzeit ist von Mai bis Juli.

Zu finden ist der Ackeschachtelhalm vor allem auf feuchten Böden.

Zinnkraut

Vielen ist der Ackerschachtelhalm auch als Zinnkraut bekannt.

Denn früher wurde das Kraut aufgrund seines hohen Gehalts an Kieselsäure verwendet um, quasi als Schmiergelpapier, Zinn und andere Metalle zu polieren.


 

Was die Kieselsäure kann:

Die Kieselsäure ist ein unentbehrlicher Baustein unseres Körpers und befindet sich im (Binde-)Gewebe, in Haaren und Nägeln. Sie stärkt und kräftigt schwaches Bindegewebe, hilft bei Haarausfall und brüchigen Nägen. Auch das Lungengewebe wird gestärkt. Daher können kieselsäurehaltige Heilpflanzen bei Lungenproblemen wie Husten und Asthma unterstützend eingesetzt werden.

 

Tee mal anders gemacht - die Abkochung:

Kieselsäure ist sehr schwer löslich, weshalb ein Aufguss mit kochendem Wasser nicht ausreicht um diese zu lösen. Um an die Kieselsäure zu kommen muss der Ackerschachtelhalm gekocht werden. Dazu werden die zerkleinerten Pflanzenteile (2TL/250ml) mehrere Studen (am besten über Nacht) in kaltem Wasser angesetzt. Nach der Ziehzeit lässt man das Ganze zugedeckt für etwa 15 Minuten köcheln. Danach abseihen und trinken.


 

Äusserliche Hautstraffung

Aber nicht nur innerlich sondern auch äusserlich entfaltet die Kieselsäure ihre Wirkung.

Die Abkochung eignet sich auch wunderbar, als regelmäßiges Sitzbad genommen, um die weiblichen 'Problemzonen' zu straffen.

Dazu bereitet man auf 2 Liter Wasser etwa 2 Händevoll Kraut als Abkochung und mengt diese dem Badewannenwasser bei. Für ein Sitzbad reicht es wenn die Wanne nur halbvoll ist.

 

Blasen- und Nierentee

Weitere Einsatzgebiete des Ackerschachtelhalms sind Blasen- und Nierenleiden.

Aufgrund der Inhaltsstoffe wie Kalium, Flavonoide und Saponine wird die Niere zu einer vermehrten Harnproduktion angeregt. Durch die harn- und wassertreibende Wirkung werden Niere und Blase durchgespült. Für diesen Zwecke reicht ein herkömmlicher Aufguss.

Weiters wirkt der Ackerschachtelhalm entgiftend, wundheilungsfördernd und wird bei schlecht heilenden Wunden, Krampfadern und Hautausschlägen verwendet.

 

Foto: http://www.degupedia.de/wiki/index.php/Bild:Sporenaehre_Ackerschachtelhalm1.jpg

 

 

 

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WalpurgisNacht

 

Heute ist Walpurgis Nacht!

Früher glaubte man, in der Nacht vom 30. April auf 1.Mai, Hexen auf Bergen tanzen zu sehen die dort angeblich wilde Feste feierten.
Als Schutz, um die 'wahren' Hexen zu erkennen, wurden Kränze aus Gundelrebe geflochten und diese die Nacht lang getragen.

 

Traditionell wurde in der Walpurgis Nacht die Fruchtbarkeit und der Beginn der warmen Jahreszeit gefeiert. Auch noch heute bekannt ist der 'Tanz in den Mai'.

 

Also noch schnell Gundelrebe sammeln, einen Kranz flechten und in den Wonnemonat Mai tanzen!

 

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Capsella Bursa-Pastoris

Botanische Pflanzennamen wie der des Hirtentäschels klingen oft merkwürdig, doch erzählen sie uns interessante Geschichten über die jeweilige Pflanze.

Das Hirtentäschel hat seinen Namen aus dem Lateinischen.

'Bursa' bedeutet 'Tasche' und 'pastor' ist der 'Hirte'.

Und tatsächlich sollen die Umhängetaschen mittelalterlicher Hirten die selbe Form wie die Früchte des Hirtentäschels gehabt haben.

 

Was bedeuten würde dass Männer im Mittelalter (noch) kein Problem mit herzförmigen Taschen hatten, denn die Früchte sehen aus wie kleine, grüne Herzen.

 

Die typische Form der Früchte gilt als eines der wichtigsten Erkennungsmerkmale.

Weitere Pflanzenmerkmale

An der Stängelspitze sind traubenförmig die weißen, vierteiligen Blüten zu sehen.

Unterhalb der Blüten befinden sich bereits die Früchte. Auch sehr typisch für das Hirtentäschel und sonst eher ungewöhnlich: Blüten und Früchte sind zur gleichen Zeit an einer Pflanze zu finden.

Die herzförmigen bis dreieckigen Früchte sind bestielt und stehen teilweise waagrecht ab.

Die Blätter in der Grunsrosette sind stark gezähnt und ähneln denen des Löwenzahns.

Verwechseln kann man das Hirtentäschel mit keiner mir bekannten Giftpflanze.

Allein mit Vertretern der selben Pflanzenfamilie, nämlich der Kreuzblütler, wie dem Acker-Hellerkraut könnte es verwechselt werden. Das wäre aber völlig ungefährlich.

Das Hirtentäschel ist Unkraut und heimisches Superfood zugleich.

Als Unkraut ist es deshalb bekannt da es als sogenannter 'Hungerkünstler' auch auf sehr mageren Standorten fröhlich dahin gedeiht. Ausserdem bildet es unglaublich viele Samen pro Pflanze (bis zu 60000!) und gleich mehrere Generationen pro Jahr. Für uns die es essen und verarbeiten wollen sind genau diese Pflanzen besonders wertvoll, da sie eben fast das ganze Jahr blühen und fruchten und so gut wie überall zu finden sind.

 

Als Superfood kann das Hirtentäschel aufgrund seiner Inhaltsstoffe bezeichnet werden.

Es enthält sehr hohe Mengen an Vitamin C (3x soviel wie Zitronen), Calcium und Kalium.

Weiters Senfölglykoside, Saponine und Flavonoide.

 

Heilwirkung und Anwendung

Das Hirtentäschel stärkt unser Immunsystem und ist in der Pflanzenheilkunde als DAS blutstillende Mittel bekannt.

Folglich wird es als Mittel gegen Blutungen in der Frauenheilkunde wie bei zu starker Menstruationsblutung und Zwischenblutungen eingesetzt. Es sollte allerdings nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden da es eine kontrahierende Wirkung auf die Gebärmutter hat.
Weiters wirkt das Hirtentäschel durchblutungsfördernd und blutdruckregulierend und kann bei Kreislaufbeschwerden verwendet werden.

Für Heilzwecke wird die ganze Pflanze gesammelt und Tee oder Tinktur daraus zubereitet.

Kulinarik

In der Küche können alle Teile des Hirtentäschels verwendet werden- Blätter, Früchte und die Blüten. Der Geschmack erinnert aufgrund der enthaltenen Senfölglykoside an Kresse und Kohl.

Besonders geeignet ist das Hirtentäschel frisch als würzige Zutat für Salate, Kräuterauftrsiche oder Kräuterbutter.

Die herzförmigen Früchte verzieren liebevoll als essare Dekoration jeden Teller.

Früher wurden die Samen als Pfeffer- und Senfersatz verwendet. Weshalb das Hirtentäschel in manchen Gegenden heute noch 'Bauernsenf' genannt wird.

 

 

 

 

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Lecker Experimente in der Wildkräuterküche mit Taubnessel

Es ist einfach toll wenn man mal einen Tag frei hat um in der Natur umherzuschweifen, Wildkräuter zu sammeln und daraus gemeinsam mit der Familie leckere Speisen zu zaubern.

So geschehen letztes Wochenende :)

 

Zum Sammeln gab's genug und so landeten Löwenzahn, Schafgarbe, Lungenkraut, Brennnessel, Taubnessel, Giersch, wilder Schnittlauch, Wiesenschaumkraut und Spitzwegerich im Papiersackerl und letztlich in der Küche.

 

Die Wildkräuterküche ist für mich etwas ganz Spezielles. Wenn man etwas stöbert sind zwar viele Rezepte zu finden aber trotzdem empfinde ich es immer als Experimentieren und als etwas sehr Individuelles.

 

Das Tolle daran ist wohl für mich dass gängige und dem Gaumen vertraute Speisen einfach mit Wildkräutern verfeinert oder bekanntes Gemüse dadurch ersetzt werden kann.

Daraus entsteht viel Neues und eine enorme Fülle an Möglichkeiten, an sehr gesunden Möglichkeiten.

 

Wenn man Nährwerte von Kulturobst- und gemüse aus dem Supermarkt mit denen der Wildkräuter vergleicht ist man doch sehr erstaunt. Diese unscheinbaren Pflanzen haben es nämlich gewaltig in sich. Ein Beispiel: Lauch hat 30mg Vitamin C pro 100g, der Wiesenknopf hat 360(!)mg Vitamin C pro 100g und die Brennnessel 330mg Vitamin C pro 100g. Vitamin C stärkt unsere Abwehrkräfte und wirkt antioxidativ. Schön wenn etwas Gutes auch noch so gesund ist!

 

Entstanden sind gebackene Taubnesseln mit Wildkräuteraufstrich aus Schafgarbe, wildem Schnittlauch und Giersch und ein grüner Smoothie mit Löwenzahn, Lungenkraut, Brennnessel und Spitzwegerich.

 

 

 

Rezept für gebackene Taubnesseln:

Die ganzen Taubnesselstiele mit Blättern und Blüten am unteren Stängelende festhalten und durch einen gewöhnlichen Palatschinkenteig mit einer Prise Backpulver ziehen (auch Kichererbsenmehl im Palatschinkenteig passt sehr gut). Danach in eine Pfanne mit heißem Öl legen und von beiden Seiten heraus backen oder in einem Topf mit heißem Öl frittieren.

 

Für dieses Rezept eignen sich alle bei uns vorkommenden Taubnesselarten wie die Purpurrote, die Gefleckte und die Weiße Taubnessel sowie die Goldnessel.

Auf dem Bild unten seht ihr die Goldnessel und die Purpurrote Taubnessel.

 

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Oh wie wahr...

„Wenn man ein Gewächs Unkraut nennt, zeigt sich darin die ganze Anmaßung des Menschen.“

(Edmond Rostand)

 

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Daisy...

... heißt das Gänseblümchen in England. Der Name kommt von Day's eye (also Auge des Tages) da das Gänseblümchen sobald ein Sonnenstrahl ihn berührt seine Blüten öffnet. Nachts und bei trüben Wetter hält es das Blütenköpfchen fest verschlossen. Es gilt daher auch als Anzeiger für schönes Wetter.

 

 

Und ein altes Sprichwort sagt 'Wenn du mit einem Fuß auf sieben Gänseblümchen treten kannst, dann ist es Frühling.'  Also ich glaube das hätten wir geschafft ;)

 

 

Das Gänseblümchen tut uns sehr viel Gutes: es kann in der Küche, als Heilmittel und für die Körperpflege verwendet werden.

Der Tee aus den Blüten hilft bei Erkältungskrankheiten, die geschlossenen Blütenknospen können als 'Falsche Kapern' sauer eingelegt werden und ein Gänseblümchenölauszug hilft bei Hautproblemen und kann zu einer tollen Creme weiter verarbeitet werden.

 

 

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Wunderschön und Sooo gesund

tja das sind so allemal unsere wilden Frühlingskräuter.

Herrlich wie alles wächst, in die Höhe schießt und duftet.

 

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und experimentiert werden kann nach Lust und Laune.

 

Da Veilchen diesen Frühling zu meinen Lieblingspflanzen gehören habe ich jetzt schon einige Rezepte ausprobiert für Küche und Körperpflege. Aus einem Veilchenölauszug (in Olivenöl) habe ich eine Gesichtscreme gerührt die ein Traum ist... als ob die zarten Veilchen das Gesicht streicheln würden :)

 

 

 

Und das Highlight ist der Veilchenessig.

Dazu braucht man nur eine Handvoll Veilchenblüten und Essig.

 

Es sollte das Wohlriechende Veilchen (Viola odorata)  verwendet werden. Es gibt bei uns mehrere verschiedene Arten die nicht duften und diese eignen sich nicht so gut.

 

Ich habe Weißweinessig verwendet da sich dieser am schönsten verfärbt.

 

Blüten und Essig füllt man in ein verschließbares Glas und lässt dieses etwa zwei Wochen stehen. Danach kann der Essig abgefiltert werden.

 

Passt herrlich ins Dressing für (Wildkräuter-)Salate und ist ein sehr nettes und spezielles Geschenk.

 

 

 

 

 

 

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gar nicht so zum Verwechseln ähnlich...

Herbstzeitlose links und Bärlauch rechts
Herbstzeitlose links und Bärlauch rechts

Es ist Bärlauchzeit und Bärlauchfans stehen gerade hoch im Genuss.
Bärlauch wirkt keimhemmend und entgiftend, er stärkt das Immunsystem und fördert die Durchblutung. Bärlauch sollte am besten frisch verzehrt werden. Als Brotbelag, Pesto, in Salate oder Aufstriche. Die auch als Waldknoblauch bezeichnete Pflanze schenkt uns wahrlich 'Bärenkräfte' und sollte als kuliarische und gesundheitliche Bereicherung unbedingt in den Speiseplan aufgenommen werden.

 

Achtung Verwechselungsgefahr!

Für wahre Bärlauchfans ist ein Bärlauchblatt aus hundert Meter Entfernung eindeutig zu erkennen.

Doch Vorsicht ist geboten, vor allem für noch nicht so routinierte Sammler*innen.

Die Blätter des Bärlauchs können mit denen der sehr giftigen Herbtszeitlose und mit denen des ebenso giftigen Maiglöckchens verwechselt werden. Das betrifft vor allem das junge Blattstadium in dem noch keine Blüten zu sehen sind. Bei einer Verwechselung kann es zu schweren Vergiftungen bis hin zum Tod kommen.

 

Zur Unterscheidung:

Die Herbstzeitlose wächst bevorzugt auf Wiesen und der Bärlauch in schattigen und feuchten Laubwäldern. Doch selten, wie auf dem Foto zu sehen ist, sind Herbstzeitlose und Bärlauch am selben Standort anzutreffen. Maiglöckchen und Bärlauch sind sogar noch häufiger gemeinsam zu finden. Denn das Maiglöckchen wächst auch gern im Wald.

 

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal sind die Blattstängel!

 

Jedes Bärlauchblatt hat einen eigenen, teils langen, Blattstängel (wie am Foto unten links zu sehen ist).

Die Blätter der Herbstzeitlose haben keine Stängel und mehrere Blätter schieben sich büschel- und trichterförmig aus der Erde. Ausserdem sind diese viel fester als die weichen und zarten Bärlauchblätter. Und natürlich riecht die Herbsteitlose nicht nach Knoblauch.

Diese Tatsache sollte aber nicht als einiziges Unterscheidungsmerkmal betrachtet werden. Denn beim Bärlauchsammeln gewöhnt sich die Nase schnell an den Knoblauchgeruch und wenn man schon einige Bärlauchblätter in der Hand hatte riecht diese sowieso danach.

 

Beim Maiglöckchen entspringen aus einem Blattstängel zwei Blätter. Wie gesagt beim Bärlauch findet man immer nur ein Blatt pro Stängel. Die Blattunterseite des Maiglöckchens ist ausserdem glänzend. Die Blattunterseite beim Bärlauch ist matt. Auch das Maiglöckchen riecht nicht nach Knoblauch.

 

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Oh Veilchen liebes Veilchen ...

Bei meinem letzten Spaziergang vor ein paar Tagen habe ich mich wieder ausgetobt!

Ich habe Veilchen, Gundelrebe, Bärlauch und Erdbeerblätter gefunden und plötzlich den Kopf voller Ideen gehabt. So ein Spaziergang im Frühling kann ziemlich inspirierend sein!

Also habe ich nicht lange überlegt und gesammelt :)

 

Ein paar Veilchenblüten habe ich einfach gleich verspeist und ein paar zum Trocknen aufgelegt.

Jedesmal wenn ich dran vorbei gehe ist es eine wahre Freude- was für ein herrlicher Frühlingsduft!

Es gibt bei uns verschiedene Veilchenarten, den Duft vertsrömt nur das Wohlriechende Veilchen (Viola odorata).

Im Winter wird dann das eine oder andere Veilchen in einer Erkältungsteemischung wegen seiner schleimlösenden Wirkung und natürlich zur Verschönerung landen. Auch die Blätter der Veilchen können übrigens als Wildgemüse und für Tee verwendet werden.

Da ich so viele Ideen hatte setzte ich den Rest der Blüten mit Olivenöl an um daraus einen Ölauszug für Naturkosmetik zu machen. Irgendwann wird der dann weiter verarbeitet zu einer hautpflegenden Creme. Der Duft der Veilchen geht dabei allerdings leider verloren. Die hautpflegenden Inhaltsstoffe aber bleiben im Olivenöl.

 

Die Erdbeerblätter habe ich zum Trocknen aufgelegt da sie eine wunderbare Basis für Kräutertees sind. Aus dem Bärlauch habe ich ein Pesto gemacht und aus der Gundelrebe eine Tinktur die es in sich hat. Sie ist ein wahres Allroundgenie! Die Grundanleitung für Tinkturen gibt's hier und demnächst verrate ich euch mehr über die Gundelrebe.

 

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Brennnessel mal anders 

Wusstet ihr dass Brennnesseln roh gegessen werden können?

 

Denn sobald Brennnesseln zerkleinert und mit Öl vermengt werden, brechen die Brennhaare und verlieren so ihre Reizwirkung.

 

Die jetzt noch sehr jungen und kleinen Brennnesseltriebe können als Ganzes gepflückt und roh z.B. in Form von Pesto verzehrt werden. Frisch und roh enthalten Brennnesseln ein Maximum an Inhaltsstoffen wie Eisen (mehr als Spinat!), Protein, Vitamin A, B und C.

 

Wer ganz mutig ist kann bei einem Spaziergang die Brennnesselblätter auch einfach von der Pflanze weg essen. Das sorgt für einen tollen Vitaminkick zwischendurch. Dazu werden die Blätter vorsichtig abgezupft. Dann fährt man mit etwas Druck über die Brennhaare in Richtung Blattspitze. Die Brennhaare brechen so und verlieren ihre Reizwirkung. Danach faltet man das Blatt zu einem Pölsterchen und steckt dieses zwischen die Backenzähne. Dann muss nur noch gekaut werden.

 

Der Geschmack erinnert an Spinat, doch schmecken Brennnesseln viel aromatischer.


Brennnesseln regen den Stoffwechsel an, wirken harntreibend und entgiftend. Wegen dieser Eigenschaften werden Brennnesseln gerne für Frühjahrskuren eingesetzt.

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An Tagen wie diesen...

 

Grau in grau. Kalt und trüb. Keine Sonne. So gestaltet sich das Wetter seit ein paar Tagen und bekanntlich kann das auf die Stimmung drücken.

 

Wie ihr ganz schnell etwas Sommer, Sonne und Unbeschwertheit mit ätherischen Ölen in euer Leben bringen könnt möchte ich euch heute nicht vorenthalten.

 

Bereits Hippokrates, vor über 2000 Jahren, wusste um die wohltuenden Eigenschaften der ätherische Öle Bescheid und sagte: 'Um Gesundheit zu erlangen, braucht man jeden Tag ein aromatisches Bad und eine Duftmassage.'

Er hatte wohl Recht und das Tolle an ätherischen Ölen ist dass es fast für jede Stimmung, egal ob Stress, schlechte Laune oder Traurigkeit, das passende Öl gibt.

Sie können uns dabei unterstützen die Welt etwas anders zu sehen. Und je nach Ausgangsstimmung können verschiedenste ätherische Öle für ein Bad oder eine Massage verwendet werden.

Wichtig ist allerdings beim Kauf darauf zu achten 100% naturreine ätherische Öle zu kaufen, denn nur diese werden aus Pflanzen gewonnen. Naturidente und Parfumöle werden synthetisch im Labor hergestellt.

 

An Tagen wie diesen, an denen wir uns nach Sonne und Wärme sehnen, können uns ätherische Öle aus Zitrone, Orange und Grapefruit helfen. Hauptsache etwas zitrusartiges. Diese ätherischen Ölen sorgen für eine gute Stimmung und vertreiben den Winter-Blues.

Sie wirken stimmungsaufhellend, erheiternd, machen munter und können die Konzetration fördern.

Um nun diese Wirkungen zu erzielen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Drei ganz einfache und schnell nachzumachende möchte ich euch vorstellen.

 

In drei Schritten zu Sommer und Sonne im Gemüt...nach Hippokrates ;)

1. Am einfachsten ist die Anwendung ätherischer Öle in Duftlampen.

Dazu werden maximal 10 Tropfen des Öles in etwas Wasser verdünnt. Die Zitrus-Aromen verteilen sich schnell im Raum und gelangen über die Atemluft in den Körper.

 

2. Eine weitere Möglichkeit ist das Bad mit ätherischen Ölen. Da diese aber nicht wasserlöslich sind müssen sie zuerst mit einem Emulgator vermischt werden. Als Emulgator eignen sich Pflanzenöle wie Oliven- oder Mandelöl (dient auch gleichzeitig als Hautpflege!) aber auch Milch, Obers, Salz oder Heilerde können verwendet werden. In 2EL Emulgator werden dann maximal 10 Tropfen des ätherischen Öls verdünnt und ins Badewannenwasser gemischt. Durch das Bad gelangen die Öle über Haut und Atemluft in den Körper und entfalten dort ihre Wirkung.

 

3. Die dritte Anwendungsmöglichkeit ist die Duftmassage mit ätherischen Ölen. Als Basisöle können Pflanzenöle wie Oliven-, Mandel- und Jojobaöl verwendet werden. Auf 100ml Basisöl kommen etwa 15-20 Tropfen des ätherischen Öls. Allerdings braucht man zur Massage einen Partner :).

 

 

Alle drei Varianten sind schnell und einfach in den Alltag zu integrieren und danach ist es fast unmöglich noch schlechte Stimmung zu haben.

Also viel Spaß damit!

 

 

 

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Gelbe Farbtupfer im februar: Die HuflattichBlüten

Zur Pflanze

Huflattich wird auch liebevoll 'Sohn vor dem Vater' genannt. Dieser Namen rührt daher dass die Blüten sehr zeitig im Frühjahr, lange vor den Blättern, erscheinen.

Die Blüten sind gelb und werden von einem schuppigen Blütenstängel getragen. Die gelben Farbtupfer der Blüten im sonst noch kargen Februar gehören zu den ersten Frühlingsbringern.

Die Blätter sind ab April zu finden. Sie sind sehr weich, hufeisen- herzförmig und haben schwarze Spitzen an den Blattzähnen.

Zu finden ist der Huflattich bei Schuttplätzen, Steinbrüchen und am Wegrand.

Er mag offene und auch steinige Böden.

 

Die Heilwirkung 

Huflattich ist eine sehr alte Heilpflanze und wird schon lange als Husten- und Erkältungsmittel geschätzt. Der botanische Name 'Tussilago farfara' kommt aus dem lateinischen. 'Tussis' bedeutet 'Husten' und 'agere' vertreiben. Huflattich ist also der 'Hustenvertreiber'.

 

Die Pflanzeninhaltsstoffe und ihre Wirkung

 Huflattich enthält Schleimstoffe, Gerbstoffe, Saponine und Kieselsäure.

Schleimstoffe bilden einen Schutzfilm auf entzündeten Schleimhäuten und lindern Hustenreiz. Gerbstoffe festigen die Schleimhäute und wirken leicht schmerzlindernd. Saponine verflüssigen den Bronchialschleim und fördern den Auswurf. Kieselsäure stärkt das  Lungengewebe.

Aufgrund dieser vielfältigen Wirkungen gilt Huflattich als Allroundgenie bei Atemwegserkrankungen.

Früher konnte man sogar 'Huflattich-Zigarren' in Apotheken kaufen. Diese wurden bei Asthma, Bronchitis und Husten geraucht.

 

Achtung: Huflattich enthält auch Pyrrolizidinalkaloide. Diese Alkaloide führten bei sehr hoher Dosierung in Tierversuchen zu Leberschädigungen. Deshalb ist diese sehr alte Heilfpanze (leider) aus Apotheken verschwunden. Meine Empfehlung ist: Huflattich sollte nicht in zu hohen Dosen konsumiert werden und ist nicht für Schwangere geeignet.

 

Was, wann sammeln und wozu verarbeiten?

Die Blüten werden ab Februar bis April gesammelt.

Huflattichblätter können ab ihrem Erscheinen bis August gesammelt werden.

Die Blüten, die jetzt zu finden sind und auch später die Blätter, können zu einer Tinktur, also einem alkoholischen Pflanzenauszug, verarbeitet werden.

Wie Tinkturen hergestellt und eingenommen werden findet ihr hier.

Aus Blüten und Blättern kann aber auch direkt nach dem Sammeln frisch ein Tee bereitet werden. Oder die Pflanzenteile werden getrocknet und so für die spätere Teebereitung konserviert.

 

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Eine verwöhnende Wohltat für die Haut im Winter: duftende Badepralinen

Die Temperaturen lassen es zwar nicht vermuten, aber ja es ist tatsächlich noch Winter.

Sobald es draussen wieder, der Jahreszeit entprechend, kälter wird sehnt sich der Körper nach wohliger Wärme. Und was gibt's da angenehmeres als ein heißes Bad?!

 

Wenn die im Winter zur Trockenheit neigende Haut gleichzeitig durch die Badepralinen Pflege und Feuchtigkeit erhält hat man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

 

Hochwertige pflanzliche Öle und Fette als pure Pflege

Für die Badepralinen werden am besten hochwertige und aus biologischen Anbau stammende Zutaten wie Olivenöl, Kakaobutter und Kokosfett verwendet. Olivenöl hat eine durchblutungsfördernde Wirkung und gilt wegen dem hohen Anteil an Vitamin E als zellschützend und hautstraffend. Die nach Schokolade duftende Kakaobutter ist hautschützend und für sehr trockene und beanspruchte Haut geeignet.

 

Die richtige Wahl der ätherischen Öle:

Für die Beduftung der Badepralinen werden 100% naturreine ätherische Öle verwendet.

Je nach Lust und Laune kann bei den Düften variiert werden.

Wer es gerne sinnlich und blumig mag sollte Rosengeranie verwenden. Rosengeranie gehört zu den besten ätherischen Öle für die Hautpflege und duftet nebenbei auch noch wahnsinnig toll. Es hilft bei trockener, entzündeter und juckender Haut. Möchte man eine entspannende Wirkung erzielen sollte ätherisches Lavendelöl in die Badepralinen gemischt werden. Dieses hilft bei Nervosität, Einschlafproblemen und gegen Hautunreinheiten. Stimmungsaufhellend und gleichzeitig hautstraffend ist das ätherische Orangenöl, es duftet ausserdem herrlich fruchtig! Es können auch mehrere ätherische Öle gemischt werden.

 

Für eine Wanne reicht bereits eine halbe Badepraline. Diese wird einfach in zwei Teile gebrochen und kommt in das einlaufende Badewannenwasser. Dort schmilzt die Badepraline durch die Wärme des Wassers. Die pflegenden Fette und Öle legen sich wie ein angenehmer Film auf die Haut und man ist sofort 'eingecremt'. Deshalb ist nach dem Bad auch kein zusätzliches Eincremen mehr notwendig. Man sollte sich nur mit einem Handtuch leicht abtupfen.

 

Die Badepralinen sind sehr einfach und schnell nachgemacht. Die genaue Anleitung für die tollen Badepralinen findet ihr hier.

 

 

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Zart aber oho: die Vogelmiere!

Die Vogelmiere gehört eindeutig zu den unscheinbaren Pflanzen unserer Flora.

Von den Einen wird sie einfach übersehen und von den Anderen ein 'lästiges Unkraut' genannt. Sie ist tatsächlich sehr hartnäckig und sogut wie immer und überall zu finden. Ja, auch im Winter und ja, auch jetzt.

 

Sie enthält: 2x mehr Calcium, 3x mehr Kalium, Magensium, 7x mehr Eisen und 2-8x mehr Vitamin C und A als Kopfsalat.

Ausserdem enthält sie Kieselsäure- einen unentbehrlichen Baustein für feste Nägel, Haare und straffes Bindegewebe.


Sie gilt deshalb auch als Unkraut weil sie mehrere Generationen pro Jahr ausbildet und offene und nährstoffreiche Böden, wie sie in Gärten und am Acker zu finden sind, liebt.

À propos 'Liebe': die Vogelmiere ist bei Vögeln und Hühnern ein sehr beliebtes Futtermittel und hat daher ihren Namen. Sie ist auch unter dem Namen 'Hühnerdarm' bekannt.

Wir Menschen sollten es den Tieren nachmachen und die Vogelmiere nicht länger ignorieren oder gar als Unkraut bekämpfen.

Denn sie hat aufgrund der hohen Menge an Vitaminen und Mineralstoffen eine reinigende und stärkende Wirkung auf den gesamten Organismus. Sie ist also gerade jetzt dafür geeignet der weit verbreiteten Frühjahrsmüdigkeit entgegen zu wirken und kann für Frühjahrskuren verwendet werden.

 

Die Vogelmiere sollte am besten in frischer Form verwendet werden, also roh als Wildgemüse.

Ganz nach dem Motto: Unkraut einfach wegessen. Sie eignet sich ausgezeichnet als Salat und ihr Geschmack ähnelt tatsächlich etwas dem Kopfsalat. Wer möchte kann die Vogelmiere auch in einen grünen Smoothie packen.

 

Da die Vogelmiere sehr zart und fein ist kann man bei flächenartigen Auftreten kaum eine Einzelpflanze erkennen. Auch der Versuch einzelne Blätter zu 'ernten' gestaltet sich als sehr mühsam. Deshalb werden beim Sammeln einfach ganze Büschel abgeschnitten. Das Tolle: von der Vogelmiere können alle Teile gegessen werden: Blätter, Stängel und Blüten.

 

Verwechselt werden kann die Vogelmiere nur mit anderen, ungiftigen Mieren-Arten. Davon gibt es bei uns einige und alle können gleichermaßen verwendet werden.

Für alle die auf Nummer sicher gehen möchten: der Stängel der Vogelmiere ist einreihig behaart. Diese Haarleiste dient als eindeutiges Erkennungsmerkmal.

 

Weitere botanische Info's gibt's im Bereich Pflanzenbeschreibungen unter 'Vogelmiere'.

 

 

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 Erkältungen vorbeugen und behandeln mit der BlütenTee-Schwitzkur

Heute möchte ich euch ein alt bewährtes Hausmittel vorstellen das in der Erkältungszeit wahre Wunder vollbringen kann: die Schwitzkur.

 

Bei der Schwitzkur wird mit einem Blütentee aus Holunder und Linde und einem Blütenbad, das gleichzeitig genommen wird, die körpereigene Schweißproduktion angeregt.

Die schweißtreibende Wirkung verdankt der Blütentee der hohen Menge an Flavonoiden und ätherischen Ölen in beiden Pflanzen.

 

So wirkt die Schwitzkur:

Durch die gesteigerte Schweißproduktion wird die Stoffwechselaktivität erhöht und der Körper kann vermehrt entgiften. Diese Wirkung wird durch das warme Wasser des Bades verstärkt.

Die Schwitzkur dient damit einerseits der Stärkung der Abwehrkräfte und somit der Vorbeugung von Erkältungen. Andererseits kann durch die Behandlung zu Beginn einer Erkältung der Verlauf auch noch deutlich abgeschwächt werden. 

 

Linde                                                                           Holunder

 

Und so wird's gemacht:

Es sollte ein halber Liter Blütentee, möglichst warm und während des Bades, getrunken werden.

Dafür werden 4-5TL Holunder- und/oder Lindenblüten mit kochendem Wasser aufgegossen.

Nach einer Ziehzeit von 10 Minuten kann abgeseiht werden.

 

Anstatt eines Vollbades kann auch ein Fußbad genommen werden: 

Für das Blütenfuß- oder Vollbad werden 1-2 Händevoll Blüten mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen. Nach einer Ziehzeit von 10 Minuten wird der etwas stärkere Tee durch ein Sieb in das Fußbad- oder Badewannenwasser gegossen.

Die optimale Wasser-Temperatur liegt bei 35-38°C und die Badedauer sollte etwa 10-15 Minuten betragen. Nach dem Bad warm anziehen und zugedeckt ruhen.

Der beste Zeitpunkt für eine Schwitzkur ist vor dem zu Bett gehen.

 

Holunder- und Lindenblüten können einzeln verwendet oder zu gleichen Teilen gemischt werden.

Den losen Tee bekommt man in Apotheken, Bioläden und Drogerien. Es können aber auch Teebeutel verwendet werden.

 

Achtung: Vollbäder nur bei stabilen Kreislauf und nicht bei Fieber anwenden.

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Erkältungsbadesalz für den Winter

Bild: Erkältungsbadesalz

Wenn es draussen feucht und kalt ist, die Füße durchgefroren sind und die Nase läuft gibt es nichts wohltuenderes als ein heißes Bad. Wenn der Badezusatz noch dazu selbst gemacht wurde, aus natürlichen und biologischen Zutaten, tut man nicht nur dem Körper sondern auch der Umwelt etwas Gutes.

 

Das selbst gemachte Badesalz enthält Kräuter, ätherische Öle und Meersalz. Durch das warme Badewasser entspannen sich die Muskeln und die ätherischen Öle gelangen über die Haut und die Atemluft in den Körper wo sie ihre Wirkung entfalten. Sie können Atemwegserkrankungen lindern, keimtötend und schmerzlindernd wirken. Ein toller Nebeneffekt: Meersalz fördert die Durchblutung und wirkt hautstraffend.

 

Wer keine Badewanne hat muss nicht verzagen. Das Badesalz kann auch für wärmende Fußbäder verwendet werden.


Zutaten:

200g grobes Bio-Meersalz

5TL getrocknete Teekräuter: z.B. Pfefferminze, Salbei

20 Tropfen ätherisches Pfefferminz-Öl

20 Tropfen ätherisches Eukalyptus-Öl

ein mittelgroßes, verschließbares Glas (z.B. Marmeladeglas)

Die Kräuter und die ätherischen Öle können einzeln verwendet oder auch gemischt werden.

Beim Kauf sollte auf Bioqualität geachtet werden. Die ätherischen Ölen sollten zu 100% naturrein sein.


Zubereitung:

Kräuter etwas zerkleinern und mit dem Meersalz in einer Schüssel gut vermischen. Das ätherische Öl in das verschließbare Glas geben und das Glas dabei so drehen dass die Seitenwände benetzt werden. Die Meersalz-Kräutermischung löffelweise einfüllen und alles gut verschütteln. Das Badesalz ist 1 Jahr haltbar.

Anwendung:

Für ein Vollbad 3EL Badesalz in das Badewannenwasser geben.

Für ein Fußbad reicht 1EL.

Nach dem Bad warm anziehen und zugedeckt ruhen.


Achtung:

Ätherische Öle nie pur auf die Haut auftragen. Nicht bei Bluthochdruck, Fieber, Schwangerschaft und Kindern anwenden!

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Aus dem Winterschlaf erwacht um die bösen Wintergeiste zu vertreiben...

 

 

Seit ein paar Tagen ahne ich es schon, da blitzte was durch's Laub, und seit heute habe ich Gewissheit: das Scharbockskraut ist aus seinem Winterschlaf erwacht.


Das Scharbockskraut ist als eines der ersten Wildkräuter sehr zeitig im Frühjahr zu finden.

Die feinen, glänzenden Blätter enthalten sehr viel Vitamin C und das tut dem Körper gerade nach dem Winter sehr gut. Denn es stärkt unsere Abwehrkräfte, beugt Erkältungen vor und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit.

Früher wurde das Scharbockskraut wegen seines hohen Vitamin C Gehaltes erfolgreich gegen Skorbut, eine Vitamin C Mangelerkrankung, eingesetzt. Das Wort 'Scharbock' ist übrigens ein altes Wort für Skorbut. Auch als 'Scharbock' bezeichnet wurde früher der 'böse Wintergeist'. Er wurde verantwortlich gemacht für Symptome wie Müdigkeit, Blässe und Antriebslosigkeit im Frühjahr. Heute bekannt als Frühjahrsmüdigkeit.

 

Die Blattstängel vom Scharbockskraut sind weich und können daher einfach mit den Fingern 'abgezwickt' werden. Nach dem Sammeln sollten die Blätter gut gewaschen und bald verzehrt werden. 

Sie sind knackig und passen ausgezeichnet als Extra-Vitaminkick in einen Blattsalat oder auch zu Kartoffelsalat. Oder ihr packt sie einfach in einen grünen Smoothie.

 

Sobald die gelben Blüten des Scharbockskrauts zu sehen sind sollten die Blätter nicht mehr verwendet werden. Im Laufe der Zeit entwickelt sich in der Pflanze Scharfstoffe die zu Übelkeit und Erbrechen führen können. Allgemein sollte vom Scharbockskraut nicht zu viel gegessen werden, aber alle paar Tage eine kleine Handvoll tut eurem Körper nur Gutes.

 

Und deshalb an alle die die Möglichkeit haben Scharbockskraut an unbelasteten Standorten (z.B. eigener Garten, im Wald) zu sammeln: Legt los!

 

Mehr Infos zur Pflanzenbeschreibung und Bestimmung findet ihr hier.

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'Nase-Frei' Brustbalsam - schnell und einfach nach zu machen

Im gestrigen Kurs 'Mit Heilkräutern durch den Winter' haben wir einen wohltuenden Brustbalsam hergestellt.

Bei Erkältungen, Schnupfen und Husten reibt man damit Brust und Rücken ein.

Er erleichtert das Durchatmen und kann schleimlösend und hustenlindernd wirken.

Bild: Brustbalsam

Zur Herstellung braucht man nur wenige Zutaten, nicht viel Zeit und die benötigten Arbeitsgeräte finden sich in jeder Küche. Also gibt es fast keine Ausrede mehr in der kalten Jahreszeit nicht selbst einen tollen Balsam zu rühren. Da die Rohstoffe natürlichen Ursprungs sind ist der Balsam auch für die Haut pure Pflege. Er verzichtet vollständig auf chemisch-synthetische Inhaltsstoffe sowie Stoffe mineralischen Ursprungs (Erdöl).

Zutaten für einen Tiegel à 30ml:

12g Bio-Olivenöl

6g Bio-Sheabutter

1g Bienenwachs
5 Tropfen ätherisches Eukalyptus-Öl

5 Tropfen ätherisches Pfefferminz-Öl

Bild: Brustbalsam

Zubereitung:

Olivenöl, Sheabutter und Bienenwachs in einem hitzestabilen Gefäß (z.B. Marmeladeglas) im Wasserbad schmelzen (Wasser sollte nicht kochen). Wenn alles geschmolzen ist, das Gefäß mit dem Fett-Ölgemisch aus dem Wasserbad nehmen und unter Rühren auf Handwärme abkühlen lassen. Dann die ätherische Öle untermischen und alles schnell in Tiegel füllen. Etwa 30 Minuten aushärten lassen und den Tiegel verschließen. Der Brustbalsam ist 1 Jahr haltbar.

Achtung: Der Brustbalsam ist nicht für Säuglinge und Kleinkinder geeignet!

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Herzlich Willkommen!

Liebe Kräuterfreunde, herzlich willkommen in meinem Blog. Eure Valerie

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