Superfood aus dem Wald - 'Falsche Kapern' aus Bärlauchblütenknospen

 

Bärlauch, auch als Waldknoblauch bekannt, ist jetzt überall zu finden und bildet große, grüne Teppiche in den Wäldern. Wegen seines knoblauchartigen Geschmacks ist er ein wahrer Tausendsassa in der Küche und tut auch unserer Gesundheit sehr viel Gutes.
Bereits Kräuterpfarrer Künzle wusste 'Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch'.

 

  • Mit seinen schwefelaktiven Substanzen wirkt er gegen eine Vielzahl an Viren und Bakterien, im speziellen auch auf die Bakterienflora des Darms ohne dabei die nützlichen Darmbakterien zu zerstören. Die Verdauung wird gefördert, Magen- und Darmprobleme gelindert.
  • Die enthaltenen Senföle helfen dem Körper beim Entgiften, indem sie die Blut- und Lymphzirkulation und somit den gesamten Stoffwechsel anregen. Giftstoffe werden schneller ausgeschieden und ganz nebenbei Blutdruck sowie Cholesterin gesenkt.
  • Mit seinem hohen Gehalt an Eisen und Vitamin C stärkt der Bärlauch außerdem unsere Abwehrkräfte und hilft bei Erkältungen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass uns der Bärlauch wahre Bärenkräfte schenkt.

In Zeiten der Frühjahrsmüdigkeit können wir das gut brauchen!

 

Um die volle Wirkungsbreite nutzen zu können, ist es am besten den Bärlauch frisch zu verzehren.

Da uns die Blätter nur im Frühling zur Verfügung stehen, werden diese gerne zur Konservierung und um Geschmack und Heilkräfte ins Jahr mitzunehmen zu einem Pesto verarbeitet.

Doch so schnell wie sie kommen sind die Blätter vergilbt und die Bärlauch-Saison vermeintlich auch schon wieder vorbei.

Was die wenigsten wissen ist, dass alle Teile vom Bärlauch heilkräftig sind und gegessen werden können.

 

 

Sehen die Blätter also nicht mehr so knackig und schmackhaft aus, schießen genau im richtigen Moment die geschlossenen Blütenknospen des Bärlauchs für unser leibliches Wohl hervor.

 

Diese sollten, wie alle Teile vom Bärlauch, am besten frisch verzehrt werden- z.B. als köstliche Salat-Zutat zoder ganz einfach pur auf einem Butterbrot.

 

 

Die bis zu drei Zentimeter langen Blütenknospen können aber auch hervorragend haltbar gemacht werden. Und zwar indem sie sauer in Essig und Salz, als 'Falsche Kapern', eingelegt werden.

Wer übrigens, wegen der Verwechselungsgefahr mit hochgiftigen Pflanzen wie Maiglöckchen und Herbstzeitlose, Angst hat Bärlauch selber zu sammeln, der sollte warten bis sich die Blütenknospen zeigen. In diesem Stadium kann der Bärlauch kaum mehr verwechselt werden.

 

 

Zutaten für die 'Falschen Kapern':

  • 1 HV noch geschlossene Blütenknospen vom Bärlauch
  • 200ml Apfel- oder Weißweinessig
  • 1 TL Salz
  • Gewürze und Kräuter wie Pfeffer und Wacholderbeeren nach Belieben

Zubereitung:

Ein verschließbares Glas mit den Blütenknospen anfüllen.

Essig mit Salz und Gewürzen in einem Topf erhitzen und über die Blütenknospen gießen.

Das Glas fest verschließen und einige Tage ziehen lassen.

Danach können die 'Falschen Kapern' verzehrt werden.

Kühl und dunkel gelagert etwa 1 Jahr haltbar.


Tipp:

Das Rezept gelingt genau so gut mit geschlossenen Gänseblümchen- oder Löwenzahnblütenknospen.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Katrin (Donnerstag, 28 September 2017 20:44)

    Guter Tipp, ich kenn das ganze mit Kapuzinerkresseknospen!