Wilder Wiesendudler statt Almdudler

Im Sommer lieben wir erfrischende Getränke, doch gerade Softdrinks sind als Durstlöscher denkbar ungeeignet.

Sie sind wahre Zuckerbomben und enthalten neben künstlichen Geschmacks- und Farbstoffen meist keinerlei Vitamine oder Mineralstoffe.

 

Anders beim selbst gemachten Wiesendudler.

 

Wer ihn einmal probiert hat wird über die geschmackliche Ähnlichkeit zum Almdudler überrascht sein. Auch Kinder werden ihn lieben.

 

Der Wiesendudler braucht nicht viele Zutaten, ist schnell gemacht und durch die Beigabe von Wildkräutern tun wir damit auch unserer Gesundheit etwas Gutes.

 

 

 

 


Hauptgeschmacksträger des Wiesendudlers sind Giersch (Foto rechts oben) und Gundelrebe (Foto rechts unten).

Beide Wildkräuter finden wir vor unserer Haustüre.

Sie sind vielen als lästiges Unkraut bekannt, aber für Kräuterfreunde aufgrund ihres aromatischen Geschmacks aus der Wildkräuterküche schon lange nicht mehr weg zu denken.


Giersch ist reich an Kalium, Magnesium, Calcium und Vitamin C.

Gundelrebe enthält ätherische Öle und Vitamin C. In der Volksmedizin wird sie zum Anregen der Verdauung und bei Erkältungen eingesetzt.


Zutaten für 1,5 Liter:

1 Liter Apfelsaft

1⁄2 Liter Mineralwasser

1 Bio-Zitrone
1 Handvoll Gierschblätter

2 Triebe der Gundelrebe (Blätter und/oder Blüten) 1 Handvoll Blätter und Blüten von z.B. Schafgarbe, Löwenzahn, Gänseblümchen, Holunder, Spitzwegerich, Wiesensalbei, Rotklee, ...

Zubereitung:

Giersch, Gundelrebe und die restlichen Wildkräuter mit einem Nudelholz oder der Hand etwas quetschen. Danach in ein Gefäß geben und mit Apfelsaft aufgießen.

Das Ganze einige Stunden, am besten über Nacht, ziehen lassen. Nach der Ziehzeit in einen Krug abseihen und die Pflanzenreste gut ausdrücken. Mit Mineralwasser und dem Saft der Zitrone aufgießen. Schon ist der Wiesendudler fertig. Wer ihn gekühlt genießen möchte sollte den Wiesendudler im Kühlschrank lagern.

 


Schafgarbe, Löwenzahn, Gänseblümchen, Spitzwegerich, Wiesensalbei und Rotklee können je nach Saison den Wiesendudler verfeinern:

 

Das Rezept kann beliebig abgeändert werden, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auch Gartenpflanzen und Küchenkräuter wie Minze, Melisse, Lavendel, Rose und Ringelblume sind im Wiesendudler willkommen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Soulfood (Sonntag, 22 Januar 2017 12:55)

    Ich finde vor allem deine Rezepte echt super! Bin über Bergwelt (Hagebuttenketchup) auf deinen Blog gestolpert und bin begeistert!

  • #2

    Blatt & Dorn (Montag, 23 Januar 2017 11:00)

    Das freut mich total!!! Vielen lieben Dank, Valerie