Neunkräutersuppe oder die wilde Gründonnerstagssuppe

Am Gründonnerstag denkt jedeR an Spinat mit Spiegelei.

Ich möchte euch eine besonders leckere Alternative dazu vorstellen, die außerdem den ganzen Frühling hindurch genossen werden kann!

 

Der Brauch Grünes am Gründonnerstag zu verzehren ist eine uralte, vom Christentum übernommene, Tradition bei der Wildkräuter gesammelt und in Form der 'Neunkräutersuppe' verzehrt wurden. Die ersten Wildkräuter des Jahres galten schon immer als besonders heilkräftig und man erhoffte sich durch den Verzehr Gesundheit für das ganze Jahr.

 

 

Lange als Unkraut verschrien weiß man heute, dass gerade wilde Pflanzen ein regelrechtes Superfood sind. Und darüber hinaus wachsen sie kostenlos, regional und saisonal vor unserer Haustüre. Antioxidantien, Vitamine, Bitterstoffe und vieles mehr ist in den grünen Kraftpaketen enthalten – und zwar in sehr viel höheren Mengen als in Obst, Gemüse und Salat aus dem Supermarkt.

 

Brennnesseln etwa enthalten bis zu 7x mehr Vitamin C als Zitronen und stärken uns mit einer ordentlichen Portion Eisen. Bärlauch enthält hohe Mengen an schwefelhaltigen Senfölen, welche desinfizierend, abwehrstärkend und durchblutungsfördernd wirken.

 

Wildkräuter überzeugen aber nicht nur durch ihre hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalte, sondern auch durch ihren Geschmack.

Giersch etwa, ein besonders unbeliebtes Unkraut in Gärten, schmeckt nach einer Mischung aus Karotte und Petersilie. Vogelmiere hingegen erinnert geschmacklich an Mais.

 

 

Welche Wildkräuter in die Suppe kommen, ist dem persönlichen Gusto überlassen.

Auch früher variierte die Zusammensetzung der Suppe -  von Region zu Region.

Doch sollten es 9 verschiede Wildkräuter wie Bärlauch, Brennnessel, Gundelrebe, Spitzwegerich, Gänseblümchen, Scharbockskraut, Giersch, Vogelmiere oder Löwenzahn sein.

 

 

Zutaten für 2 Personen

3-5 Händevoll Wildkräuter (einzeln oder gemischt)

kleines Stück Butter oder etwas Öl

1 Zwiebel

2 Kartoffeln

750ml Wasser oder Gemüsebrühe

50ml Obers

Salz, Pfeffer

nach Belieben etwas geriebene Muskatnuss und Parmesan

 

Zubereitung

Die Zwiebel klein schneiden und in Butter oder Öl glasig dünsten.

Kartoffeln schälen, würfelig schneiden und kurz mitbraten.

Das Ganze mit Wasser oder Brühe aufgießen, salzen und etwa 10 Minuten kochen lassen bis die Kartoffeln weich sind.

Die Wildkräuter grob schneiden und einige Minuten mitkochen lassen.

Das Obers dazugießen und nach Belieben mit Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Danach das Ganze gut pürieren.

Mit Parmesan bestreuen und mit Blüten dekorieren.