gar nicht so zum Verwechseln ähnlich...

Herbstzeitlose links und Bärlauch rechts
Herbstzeitlose links und Bärlauch rechts

Es ist Bärlauchzeit und Bärlauchfans stehen gerade hoch im Genuss.
Bärlauch wirkt keimhemmend und entgiftend, er stärkt das Immunsystem und fördert die Durchblutung. Bärlauch sollte am besten frisch verzehrt werden. Als Brotbelag, Pesto, in Salate oder Aufstriche. Die auch als Waldknoblauch bezeichnete Pflanze schenkt uns wahrlich 'Bärenkräfte' und sollte als kuliarische und gesundheitliche Bereicherung unbedingt in den Speiseplan aufgenommen werden.

 

Achtung Verwechselungsgefahr!

Für wahre Bärlauchfans ist ein Bärlauchblatt aus hundert Meter Entfernung eindeutig zu erkennen.

Doch Vorsicht ist geboten, vor allem für noch nicht so routinierte Sammler*innen.

Die Blätter des Bärlauchs können mit denen der sehr giftigen Herbtszeitlose und mit denen des ebenso giftigen Maiglöckchens verwechselt werden. Das betrifft vor allem das junge Blattstadium in dem noch keine Blüten zu sehen sind. Bei einer Verwechselung kann es zu schweren Vergiftungen bis hin zum Tod kommen.

 

Zur Unterscheidung:

Die Herbstzeitlose wächst bevorzugt auf Wiesen und der Bärlauch in schattigen und feuchten Laubwäldern. Doch selten, wie auf dem Foto zu sehen ist, sind Herbstzeitlose und Bärlauch am selben Standort anzutreffen. Maiglöckchen und Bärlauch sind sogar noch häufiger gemeinsam zu finden. Denn das Maiglöckchen wächst auch gern im Wald.

 

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal sind die Blattstängel!

 

Jedes Bärlauchblatt hat einen eigenen, teils langen, Blattstängel (wie am Foto unten links zu sehen ist).

Die Blätter der Herbstzeitlose haben keine Stängel und mehrere Blätter schieben sich büschel- und trichterförmig aus der Erde. Ausserdem sind diese viel fester als die weichen und zarten Bärlauchblätter. Und natürlich riecht die Herbsteitlose nicht nach Knoblauch.

Diese Tatsache sollte aber nicht als einiziges Unterscheidungsmerkmal betrachtet werden. Denn beim Bärlauchsammeln gewöhnt sich die Nase schnell an den Knoblauchgeruch und wenn man schon einige Bärlauchblätter in der Hand hatte riecht diese sowieso danach.

 

Beim Maiglöckchen entspringen aus einem Blattstängel zwei Blätter. Wie gesagt beim Bärlauch findet man immer nur ein Blatt pro Stängel. Die Blattunterseite des Maiglöckchens ist ausserdem glänzend. Die Blattunterseite beim Bärlauch ist matt. Auch das Maiglöckchen riecht nicht nach Knoblauch.

 

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