Gelbe Farbtupfer im februar: Die HuflattichBlüten

Zur Pflanze

Huflattich wird auch liebevoll 'Sohn vor dem Vater' genannt. Dieser Namen rührt daher dass die Blüten sehr zeitig im Frühjahr, lange vor den Blättern, erscheinen.

Die Blüten sind gelb und werden von einem schuppigen Blütenstängel getragen. Die gelben Farbtupfer der Blüten im sonst noch kargen Februar gehören zu den ersten Frühlingsbringern.

Die Blätter sind ab April zu finden. Sie sind sehr weich, hufeisen- herzförmig und haben schwarze Spitzen an den Blattzähnen.

Zu finden ist der Huflattich bei Schuttplätzen, Steinbrüchen und am Wegrand.

Er mag offene und auch steinige Böden.

 

Die Heilwirkung 

Huflattich ist eine sehr alte Heilpflanze und wird schon lange als Husten- und Erkältungsmittel geschätzt. Der botanische Name 'Tussilago farfara' kommt aus dem lateinischen. 'Tussis' bedeutet 'Husten' und 'agere' vertreiben. Huflattich ist also der 'Hustenvertreiber'.

 

Die Pflanzeninhaltsstoffe und ihre Wirkung

 Huflattich enthält Schleimstoffe, Gerbstoffe, Saponine und Kieselsäure.

Schleimstoffe bilden einen Schutzfilm auf entzündeten Schleimhäuten und lindern Hustenreiz. Gerbstoffe festigen die Schleimhäute und wirken leicht schmerzlindernd. Saponine verflüssigen den Bronchialschleim und fördern den Auswurf. Kieselsäure stärkt das  Lungengewebe.

Aufgrund dieser vielfältigen Wirkungen gilt Huflattich als Allroundgenie bei Atemwegserkrankungen.

Früher konnte man sogar 'Huflattich-Zigarren' in Apotheken kaufen. Diese wurden bei Asthma, Bronchitis und Husten geraucht.

 

Achtung: Huflattich enthält auch Pyrrolizidinalkaloide. Diese Alkaloide führten bei sehr hoher Dosierung in Tierversuchen zu Leberschädigungen. Deshalb ist diese sehr alte Heilfpanze (leider) aus Apotheken verschwunden. Meine Empfehlung ist: Huflattich sollte nicht in zu hohen Dosen konsumiert werden und ist nicht für Schwangere geeignet.

 

Was, wann sammeln und wozu verarbeiten?

Die Blüten werden ab Februar bis April gesammelt.

Huflattichblätter können ab ihrem Erscheinen bis August gesammelt werden.

Die Blüten, die jetzt zu finden sind und auch später die Blätter, können zu einer Tinktur, also einem alkoholischen Pflanzenauszug, verarbeitet werden.

Wie Tinkturen hergestellt und eingenommen werden findet ihr hier.

Aus Blüten und Blättern kann aber auch direkt nach dem Sammeln frisch ein Tee bereitet werden. Oder die Pflanzenteile werden getrocknet und so für die spätere Teebereitung konserviert.

 

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