Zart aber oho: die Vogelmiere!

Die Vogelmiere gehört eindeutig zu den unscheinbaren Pflanzen unserer Flora.

Von den Einen wird sie einfach übersehen und von den Anderen ein 'lästiges Unkraut' genannt. Sie ist tatsächlich sehr hartnäckig und sogut wie immer und überall zu finden. Ja, auch im Winter und ja, auch jetzt.

 

Sie enthält: 2x mehr Calcium, 3x mehr Kalium, Magensium, 7x mehr Eisen und 2-8x mehr Vitamin C und A als Kopfsalat.

Ausserdem enthält sie Kieselsäure- einen unentbehrlichen Baustein für feste Nägel, Haare und straffes Bindegewebe.


Sie gilt deshalb auch als Unkraut weil sie mehrere Generationen pro Jahr ausbildet und offene und nährstoffreiche Böden, wie sie in Gärten und am Acker zu finden sind, liebt.

À propos 'Liebe': die Vogelmiere ist bei Vögeln und Hühnern ein sehr beliebtes Futtermittel und hat daher ihren Namen. Sie ist auch unter dem Namen 'Hühnerdarm' bekannt.

Wir Menschen sollten es den Tieren nachmachen und die Vogelmiere nicht länger ignorieren oder gar als Unkraut bekämpfen.

Denn sie hat aufgrund der hohen Menge an Vitaminen und Mineralstoffen eine reinigende und stärkende Wirkung auf den gesamten Organismus. Sie ist also gerade jetzt dafür geeignet der weit verbreiteten Frühjahrsmüdigkeit entgegen zu wirken und kann für Frühjahrskuren verwendet werden.

 

Die Vogelmiere sollte am besten in frischer Form verwendet werden, also roh als Wildgemüse.

Ganz nach dem Motto: Unkraut einfach wegessen. Sie eignet sich ausgezeichnet als Salat und ihr Geschmack ähnelt tatsächlich etwas dem Kopfsalat. Wer möchte kann die Vogelmiere auch in einen grünen Smoothie packen.

 

Da die Vogelmiere sehr zart und fein ist kann man bei flächenartigen Auftreten kaum eine Einzelpflanze erkennen. Auch der Versuch einzelne Blätter zu 'ernten' gestaltet sich als sehr mühsam. Deshalb werden beim Sammeln einfach ganze Büschel abgeschnitten. Das Tolle: von der Vogelmiere können alle Teile gegessen werden: Blätter, Stängel und Blüten.

 

Verwechselt werden kann die Vogelmiere nur mit anderen, ungiftigen Mieren-Arten. Davon gibt es bei uns einige und alle können gleichermaßen verwendet werden.

Für alle die auf Nummer sicher gehen möchten: der Stängel der Vogelmiere ist einreihig behaart. Diese Haarleiste dient als eindeutiges Erkennungsmerkmal.

 

Weitere botanische Info's gibt's im Bereich Pflanzenbeschreibungen unter 'Vogelmiere'.

 

 

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