Aus dem Winterschlaf erwacht um die bösen Wintergeiste zu vertreiben...

 

 

Seit ein paar Tagen ahne ich es schon, da blitzte was durch's Laub, und seit heute habe ich Gewissheit: das Scharbockskraut ist aus seinem Winterschlaf erwacht.


Das Scharbockskraut ist als eines der ersten Wildkräuter sehr zeitig im Frühjahr zu finden.

Die feinen, glänzenden Blätter enthalten sehr viel Vitamin C und das tut dem Körper gerade nach dem Winter sehr gut. Denn es stärkt unsere Abwehrkräfte, beugt Erkältungen vor und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit.

Früher wurde das Scharbockskraut wegen seines hohen Vitamin C Gehaltes erfolgreich gegen Skorbut, eine Vitamin C Mangelerkrankung, eingesetzt. Das Wort 'Scharbock' ist übrigens ein altes Wort für Skorbut. Auch als 'Scharbock' bezeichnet wurde früher der 'böse Wintergeist'. Er wurde verantwortlich gemacht für Symptome wie Müdigkeit, Blässe und Antriebslosigkeit im Frühjahr. Heute bekannt als Frühjahrsmüdigkeit.

 

Die Blattstängel vom Scharbockskraut sind weich und können daher einfach mit den Fingern 'abgezwickt' werden. Nach dem Sammeln sollten die Blätter gut gewaschen und bald verzehrt werden. 

Sie sind knackig und passen ausgezeichnet als Extra-Vitaminkick in einen Blattsalat oder auch zu Kartoffelsalat. Oder ihr packt sie einfach in einen grünen Smoothie.

 

Sobald die gelben Blüten des Scharbockskrauts zu sehen sind sollten die Blätter nicht mehr verwendet werden. Im Laufe der Zeit entwickelt sich in der Pflanze Scharfstoffe die zu Übelkeit und Erbrechen führen können. Allgemein sollte vom Scharbockskraut nicht zu viel gegessen werden, aber alle paar Tage eine kleine Handvoll tut eurem Körper nur Gutes.

 

Und deshalb an alle die die Möglichkeit haben Scharbockskraut an unbelasteten Standorten (z.B. eigener Garten, im Wald) zu sammeln: Legt los!

 

Mehr Infos zur Pflanzenbeschreibung und Bestimmung findet ihr hier.

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