Aus dem Winterschlaf erwacht um die bösen Wintergeiste zu vertreiben...

 

Seit Tagen ahne ich es schon, da blitzte was durch's Laub, und nun habe ich Gewissheit:

das Scharbockskraut ist aus seinem Winterschlaf erwacht.

Die Sammelsaison kann beginnen!

 

 

Das Scharbockskraut ist als eines der ersten Wildkräuter sehr zeitig im Frühjahr, ab Mitte Februar dort wo der Schnee schmilzt, zu finden.

Die feinen, glänzenden Blätter enthalten hohe Mengen Vitamin C und das tut dem Körper gerade nach dem Winter sehr gut. Denn es stärkt unsere Abwehrkräfte, beugt Erkältungen vor und hilft gegen die weit verbreitete Frühjahrsmüdigkeit.

 

Alt & Bewährt

Früher wurde das Scharbockskraut wegen seines hohen Vitamin-C Gehaltes erfolgreich gegen Skorbut, eine Vitamin C Mangelerkrankung, eingesetzt. Im Frühjahr zogen die Menschen los und sammelten das erste frische Grün des Jahres. Denn sie wussten instinktiv was ihnen gut tut.

Das Wort 'Scharbock' ist übrigens ein altes Wort für Skorbut. Auch als 'Scharbock' bezeichnet wurde früher der 'böse Wintergeist'. Er wurde verantwortlich gemacht für Symptome wie Müdigkeit, Blässe und Antriebslosigkeit im Frühjahr. Heute bekannt als Frühjahrsmüdigkeit.

 

Los geht's - Scharbockskraut sammeln

 

Vom Scharbockskraut verwendet man die Blätter. Diese können von Februar bis April, vor der Blüte, gesammelt werden.

Die Blattstängel sind weich und können daher einfach mit den Fingern 'abgezwickt' werden.

Nach dem Sammeln sollten die Blätter gut gewaschen und bald verzehrt werden. Im Kühlschrank, in ein feuchtes Tuch gewickelt, halten sie etwa ein bis zwei Tage.

 

Die Blätter sind knackig und passen ausgezeichnet als Extra-Vitaminkick in einen Blattsalat oder in einen grünen Smoothie. Man kann sie aber auch ins Kräuterpesto und zu jedem beliebigen Gemüsegericht mischen.

 

Auf Nummer sicher gehen - so sieht das Scharbockskraut aus

Die Blätter sind glänzend, rundlich-herzförmig mit spezieller Aderung und lange gestielt. Die Blüten bestehen aus 8-12 gelben, glänzenden Blütenblättern. Das Scharbockskraut bildet Wurzel- und Brutknöllchen und mag feuchte, kühle und nährstoffreiche Böden. Es ist in Wald und Garten zu finden und wächst flach am Boden, meist "teppichartig".

 

Gut zu wissen

Das Scharbockskraut enthält neben Vitaminen, Saponinen und Mineralien auch Scharfstoffe (Protoanemonin). Mit zunehmenden Wachstum nimmt der Gehalt dieser Scharfstoffe zu, was schleimhautreizend wirken und Übelkeit und Erbrechen verursachen kann.

Ab Erscheinen der gelben Blüten sollten die Blätter daher nicht mehr verwendet werden.

Die Blüten dürfen ebenfalls nicht verwendet werden.

Allgemein sollte vom Scharbockskraut nicht zu viel gegessen werden, aber alle paar Tage eine kleine Handvoll tut dem Körper nur Gutes.

 

Und deshalb an alle die die Möglichkeit haben Scharbockskraut an unbelasteten Standorten (z.B. eigener Garten, im Wald) zu sammeln: Legt los!